Die Fachgruppen: Wasserarbeit, Feldarbeit, Waldarbeit und Gehorsam.
Fachgruppe 1 : Waldarbeit
1) Riemenarbeit Tagfährte(2 - 5 Stunden)
Umfeld: Wald, Schweissfährte (400 m lang)/Tropf- oder Tupfverfahren mit 1/4 l frischem Schweiß/ nach etwa 100 m und 300 m je ein Haken /nach 200 m Wundbett/Am Ende (Riemenarbeit) nach 400 m zweitens Wundbett + Stück Schalenwild (Kugelschuss)
Info: Schweissriemen min. 6 m lang und die ganze Zeit über voll abgedockt. 3 Richter folgen.
Wichtig: Halten der Fährte (ruhig, konzentriert)- typische und sichere Arbeit. Willen, die Fährte zu halten und fortzubringen, Wille, die Fährte durch Bogenschlagen wiederzufinden (bei abkommen)
Unterstützen des Hundes (Ablegen, Schweiss suchen, Vor- oder Zurückgreifen) ist erlaubt.
2 x zurücknehmen und neu ansetzen ist erlaubt(prädikatmindernd - wenn durch Richter angewiesen, weil Hund weiter als 60 m abgekommen)
Korrigiert sich der abgekommende Hund selbständig, wird das als Plus angerechnet.
Vorbeiarbeiten am ersten Wundbett (wenn Hund in Anlehnung an Fährte arbeitet) ist kein Fehler.




2) Hasen- oder Kaninschleppe
Umfeld: Wald (oder Anfang bis zum 1. Haken in übersichtlichem Gelände), 2 stumpfwinklige Haken, 300 m
Wichtig: Nasenmässige Verbindung, Finderwille, Wille zu Bringen
Unter Bringen (Hase, Kanin) wird Aufnehmen, Tragen und Abgeben bewertet.
Info: Führer kann verlangen, dass Hund das geschleppte Stück ausgelegt wird (bei Richter anmelden)
Erste 20 m dürfen an der Leine gearbeitet werden - dann Hund schnallen
Dreimaliges Ansetzen (prädikatsmindernd) erlaubt
Hat Hund gefunden, weitere Beeinflussung durch Herrn verboten
Negativ: Hund bringt nach finden nicht, schneidet an oder vergräbt (keine Weiterprüfung)








Fachgruppe 2: Wasserarbeit
2) Schussfestigkeit (wird nicht bewertet)
Ablauf: Ente wird ins Wasser geworfen, so dass Hund sehen kann. Ist Hund im Wasser -Schrotschuß. Hund soll Ente selbständig bringen.
Negativ: Wenn Hund Wasser nicht innerhalb 1 min annimmt oder die Ente nicht bringt (Ausscheiden!)
3) Verlorensuche im deckungsreichen Gewässer
Ablauf: Frisch geschossene Ente wird in Deckung versteckt ohne, dass Hund oder Führer sehen. Führer wird geholt und bekommt ungefähre Richtung angegeben.
Hund soll Ente (ohne zuviel Einwirkung des Führers) selbständig suchen, finden und zum Herrn tragen.
Ablegen der Ente an Land um sich zu schütteln mindert Wertung - um den Griff zu verbessern nicht. Schütteln mit Ente im Fang auch nicht.
Prüfungszeit: Max. 15 min








Fachgruppe 3: Feldarbeit
1) Verlorensuche von Federwild
In einem Gelände mit hohem Bewuchs (Rüben, Raps,...) wird ein Stück Federwild (Ente, Fasan, Taube,...) ausgelegt und der Hund zur freien Verlorensuche geschickt.
Das Wild soll vom Hund gefunden und ohne weiteres Kommando selbständig aufgenommen und zum Führer gebracht werden.
2) Federwildschleppe
Federwildschleppe mindestens 150 m mit 2 stumpfwinkligen Haken
Fachgruppe 4: Gehorsam
1) Allgemeines Verhalten - Gehorsam
Hier geht es darum, dass sich der Hund bei der Arbeit anderer ruhig verhät und nicht durch an der Leine ziehen, Bellen und Winseln stört. Jagdnahes Verhalten des Führers wird mit berücksichtigt.
Gehorsam ist die Grundvoraussetzung der jagdlichen Brauchbarkeit.
2) Verhalten auf dem Stand
Ablauf: Führer werden als freie Schützen an einer Dickung abgestellt. Der Hund danneben mit oder ohne Leine (mit Leine mx. Prädikat "gut") und es wird ein Treiben simmuliert, bei dem auch der Führer 2 x Schiessen muss.
Negativ: Hund gibt Laut, winselt, zieht an Leine.
3) Leinenführigkeit
Ablauf: Angeleinter Hund folgt Führer duch Stangenholz. Mindestens einmal stehenbleiben (Hund muss unaufgefordert verhalten). Rechts und Links Dicht an Baum vorbei.
Negativ: Leine bleibt an Baum hängen bzw. Hund behindert Führer beim Vorankommen.
4) Folgen Frei bei Fuss
Umgebung: Wald- oder Prischweg.
Ablauf: Hund soll ohne Leine dem Führer min. 50 m folgen. Wechselndes Tempo, mehrfaches stehenbleiben