Training

Mit dem Magyar Vizsla spielend lernen!




Tragen des apportierten Wilds

  • Allgemeine Tips zu den Übungen
  • Hund orientiert sich nach Herr (nicht umgekehrt)
  • Teamwork schon beim Welpen fördern
  • Aus
  • Sitz
  • Ablegen / Platz
  • Bleib
  • Fuss
  • Halt / Down
  • Apport
  • An Platz
  • Voraus / Voran
  • Gib Laut
  • Feldarbeit
  • Durch
  • Steh
  • Leinenführigkeit
  • Hier
  • Wasserarbeit
  • Fährtenarbeit












  • Allgemeine Tips zu den Übungen

    Meines Erachtens tut man sich beim Training selbst einen großen Gefallen, wenn der Hund von Anfang an lernt, das keines der gegebenen Hör- und Sichtzeichen vom Hund eigenmächtig aufgehoben werden darf. Meine eigene Erfahrung mit den Magyar Vizslas hat gezeigt, dass es beim Training nicht auf Härte ankommt. Es ist auch in keinster Weise förderlich, wenn man die Kommandos (vor allem wenn man in Rage ist, weil der Hund evtl. nicht sofort reagiert) besonders laut oder in einem sehr scharfen Tonfall gibt. Im Gegenteil - unsere Magyar Vizslas ließen sich immer am besten mit freundlicher Stimme motivieren. Überschwängliches Lob und sehr viel Bestätigung haben die Arbeit mit dem Hund meist sehr vorangetrieben. Nicht Druck, sondern Konsequenz ist bei der Erziehung des A und O und bildet die Grundlage, damit der Hund die besten Voraussetzungen hat zu verstehen, was der Hundeführer gerade von ihm will. Der Vizsla lernt im allgemeinen eifrig, gerne und mit zügigem Lernfortschritt, wenn man erst einmal herausgefunden hat, was für den Hund, dem man gerade abrichtet, die beste Motivation darstellt. Dies ist oftmals von Hund zu Hund verschieden (Spielzeug, Leckerchen, Lob, etc.).
    Man sollte sich von vorne herein im klaren sein, dass der Hund das Hörzeichen zuerst richtig mit der Übung verknüpft haben sollte (und das kann dauern) und man nicht einfach von dem Hund erwarten kann, dass er weiß, was er tun soll. Beim Heranführen des Welpen an diie Übungen hat sich bewährt, des Hörzeichen zu Beginn erst auszusprechen, wenn sich der Hund in der geforderten Postition befindet, damit es mit dieser verknüpft werden kann.
    Man tut auch gut daran, sich selbst beim Training zu kontrollieren. Oftmals schleicht es sich ein, dass man immer die gleichen Kommandos in der gleichen Reihenfolge gibt, so dass der Hund diese Übungsfolgen verknüpft und gerade der Magyar Vizsla, der meist eifrig beim Üben ist, eine Übung bereits ausführt, bevor man das Kommando gibt.
    Dies kann zum einen daran liegen, dass er sich gemerkt hat, dass beim Training immer "Platz" aus der "Sitz"-Übung gemacht wird oder sie selbst unbewußt immer mit bestimmten Körperhaltungen und Bewegungen eine Übung einleiten. Der aufmerksame Hund "studiert" ihre Bewegungen jeden Tag und hat es sich schnell gemerkt, wenn Sie sich beispielsweise immer beim Heranrufen aus einer Übung mit dem Oberkörper nach vorne neigen. Bevor es sich der Führer versieht, verknüpft der Hund das nach vorne neigen des Oberkörpers mit dem Heranrufen und der Führer wundert sich, warum der Hund stets zu früh aus der Übung aufsteht.
    Bei allen Kommandos tut man gut daran, zu Beginn in einer möglichst reizarmen Umgebung mit wenig Ablenkung für den Hund zu arbeiten. Je sicherer der Hund das Kommando ausführt, desto mehr kann die Ablenkung gesteigert werden. Wenn man sich ganz sicher ist, dass der Hund die Übung mit dem Kommando richtig verknüpft hat, kann man Hörzeichen und Sichtzeichen trennen, und mal mit dem einen und mal mit dem anderen arbeiten.

    Belohnt man den Hund mit Leckerchen, ist es oftmals auch sehr förderlich, wenn der Hund beim Training hungrig ist.

    Die Kommandos sollen deutlich und für den Hund verständlich gegeben werden - also "Platz" und nicht "Mach doch mal Platz" oder ähnliches. Auch sollte man darauf achten, das Kommando 1 x zu geben und bei nichtausführen des Hundes zu korrigieren. "Platz" ..."Du sollst Platz machen" ..."Platz sage ich" ...usw. stumpft den Hund gegenüber dem Kommando ab. Man sieht bereits an unseren Empfehlungen, dass man sich als Hundehalter selbst beim Training kontrollieren muss. Mir selbst geht es jedenfalls oftmals so.

    Ziel ist es, dass der Hund auf einmaliges Sicht- oder Hörzeichen das Kommando ausführt und so lange (auch unter Ablenkung) die Übung ausführt, bis Sie das Kommando auflösen (ich selbst sage zu meinem Hund "Auf", wenn die Übung beendet ist, es ist jedoch egal, wie das Kommando lautet, solange es für den Hund eindeutig ist).

    Beim Lernen ist es ebenfalls wichtig, dass sich der Hund ihrem Kommando nicht "entziehen" kann denn soche Erfahrungen prägen sich ebenfalls ein, also sollte an der Leine geübt werden.

    Wichtig ist es, zur Bestätigung des Hundes bei korrekter Ausführung zu Beginn immer mit Belohnung zu arbeiten. Dies kann in Form der Stimme / Lob erfolgen (die Stimme hat man immer "dabei" - auch wenn man die Leckerchen mal vergessen hat), ein Leckerchen oder über Spiel. (Achten Sie bei der Beohnung des Hudes auch auf das rechtzeitige und möglichst unverzögerte Timing!). Gerade bei Welpen und Junghunden habe ich nach jeder Übungsphase zur Belohnung immer eine Spielphase eingelegt und konnte deutlich merken, wie sich die Hunde darauf gefreut haben und dass es ihnen gut tat, wenn auf diese Weise nach einer Phase der Konzentration die Anspannung abfiel. Bedenken Sie bitte beim Üben mit dem jungen Hund, dass sich dieser erst im zunehmenden Alter für längere Zeit am Stück konzentrieren kann. Man sollte den Hund auf gar keinen Fall durch zu langes Training am Stück überfordern. Das nimmt dem Hund die Freude am Training und verhindert oftmals auch den erfolgreichen Abschluss, da der Hund sich am Ende der Trainingsphase nicht mehr richtig konzentrieren kann. Für einen Welpen reichen beispielsweise lange Zeit 2 x 5 Minuten Training am Tag. Es kommt nicht darauf an, dass der Hund die Übung möglichst oft hintereinander wiederholt, sondern, dass der Hund (und auch der Führer) das Training mit einem Erfolgserlebnis abschließen kann. Führt meine Hündin Aimée beispielsweise das Kommando "Halt" mit dem Triller der Doppeltonpfeife beim ersten Mal korrekt aus, wird sie überschwenglich gelobt und ich spiele danach mit ihr. Ich schließe diese Übung für diesen Tag mit dem Erfolgserlebnis für uns beide ab.

    Wir hoffen, dass wir Ihnen und Ihrem Hund mit unseren Tips zu Erfolg und Spass beim Training verhelfen können. Mit einem Welpen tut man auf jeden Fall gut daran, eine Welpenschule zu besuchen. Dort dürfen die Welpen die meiste Zeit spielen, was sehr wichtig für die Sozialisierung Ihres Hundes ist. Zudem helfen erfahrene Trainer auf die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Hundes beim Lernen einzugehen.







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    Sitz

    Kommando: "Sitz"(freudlich und lagezogen ausgesprochen)
    Sichtzeichenzeichen: Erhobener Zeigefinger


    Anleitung:

  • Nehmen Sie ein kleines Leckerchen und halten Sie es dem Hund über die Nase
  • Gleichzeitig wird das Sichtzeichen gegeben (noch nicht das Hörzeichen)
  • Der Hund setzt sich automatisch, um das Leckerchen besser sehen zu können
  • In dem Moment, wenn der Hintern des Hundes am Boden ankommt, geben Sie das Hörzeichen.
  • Gleichzeitig bekommt er das Leckerchen und Sie loben tüchtig mit der Stimme


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    Ablegen / Platz

    Kommando: "Ablegen" oder "Platz" (energischer ausgesprochen, als Kommando Sitz).
    Sichtzeichen: Flache Hand (Handfläche parallel zum Boden).

  • Der Hund kann beim anfänglichen Üben in der Sitz-Position sitzen.
  • (Man sollte jedoch später darauf achten, dass der Hund die Übung "Sitz" und "Platz" nicht verknüpft).
  • Man klemmt sich ein Leckerchen zwischen die Finger (z. B. Zeige- und Mittelfinger).
  • Die Hand kann man auf diese Weise schon in Sichtzeichen-Posiition bringen.
  • Vor der Nase des Hundes führt man die flache Hand zu Boden (evtl. etwas nach vorne vom Hund weg).
  • Der Hund folgt der Bewegung der Hand und wird sich hinlegen.
  • Sobald er liegt, gibt man das Hörzeichen und das Leckerchen begleitet von großem Lob.
  • Der Hund darf auf keinen Fall das Leckerchen erhalten, bevor er sich hingelegt hat.



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    Bleib

    Bei dieser Übung habe ich selbst die besten Erfahrungen gemacht, wenn der Hund zuvor konsequent erlernt hat, dass er kein Kommando selbst auflösen darf. Ich persönlich habe meine Hunde, beim anfänglichen Üben von "Bleib" immer wieder an dem Platz, wo ich sie hingesetzt, oder hingelegt habe wieder abgeholt. So wußte meine Hündin immer, dass ich sie dort wo ich das Kommando "Bleib" gebe, auch wieder abhole. So konnte ich vorzeitiges Aufspringen aus Ungeduld umgehen. Wenn ich sie dann mal aufgerufen habe, ist sie selbstverständlich auch gekommen.


  • Hörzeichen: "Bleib".
  • Sichtzeichen: Flache Hand wid wie ein Schild vor den Körper gehalten (Finger nach Oben).
  • Dem Hund ein Kommando geben, z. B. "Ablegen".
  • Führt der Hund dieses aus, so kann das Sichtzeichen für Bleib gegeben werden.
  • Hierbei entfernt man sich langsam einen Schritt vom Hund.
  • Sie selbst werden schnell merken, wann der Punkt kommt an welchem der Hund aufzustehen droht.
  • Bevor dies geschieht, gehen sie bitte zum Hund zurück und loben ihn für die erfolgreiche Ausführung.
  • Dies erfordert, den Hund genauestens zu beobachten und etwas Feingefühl.
  • Steigern Sie die Entfernung und Zeiten nur langsam.
  • Beim Entfernen vom Hund kann man bereits das Hörzeichen geben.



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    Halt / Down

    Diese Übung ist für den Hund bei weitem nicht die angenehmste. Sie kann jedoch das Leben von Mensch und Tier retten, beispielsweise wenn ein Hund hinter einem Hasen her und auf die Autobahn zurennt, weshalb ich sie für sehr sinnvoll halte. Der Hund liegt hierbei in der Position "Ablegen" / "Platz" und der Kopf liegt zwischen Vorderläufen flach auf dem Boden. Ein Hund, der dieses Kommando beherrscht, führt es auf Triller-Pfiff (Doppeltonpfeife) des Hundeführers aus dem freien Lauf über weite Entfernung aus.

    Ich persönlich habe bei meinem jetzigen Hund hier ohne Druck gearbeitet und eine längere Zeit in Kauf genommen bis es zuverlässig "gesessen" hat. Meine Methode ist hier warhscheinlich nicht "üblich". Zu dem Zeitpunkt, als ich mit diesem Kommando begann, hatte ich jedoch bereits viel Erfahrung im Training mit diesem Hund (für den die Erziehung unter Druck völlig ungeeignet scheint) und habe mir "herausgenommen" mich hier ganz auf den Hund einzustellen und quasi meine eigene Methode einzusetzen. Selbstverständlich gibt es andere, wirkungsvolle Trainingsmethoden, mit denen das Ziel evtl. auch schneller erreicht werden kann.

    Die Übung habe ich in drei Phasen geteilt. In der ersten Phase habe ich eingeübt, dass der Hund die gewünschte Position zuverlässig auf Hör- und Sichtzeichen direkt vor mir ausführt. In der zweiten Phase habe ich die Übung mit dem Triller verknüpft und erst in der dritten Phase hat mein Hund gelernt, Halt mit Triller auf Entfernung auszuführen.
    Die Phasen unterteilen sich in weitere kleine Übungsschritte, die der Hund jeweils zuverlässig ausführen sollte, bevor man zum nächsten Schritt übergeht.


    Erste Phase: Halt / Down ohne Entfernung:

    Hörzeichen: "Halt" oder "Down"
    Sichtzeichen: Flache Hand nach oben gestreckt (etwas über Kopfhöhe).
    Hund befindet sich wie immer zur besseren Einwirkung an der Leine!
    Schwierig ist, dass der Hund hier nicht mit Leckerchen in die gewünschte Position gelockt werden kann!
    Es handelt sich hierbei um eine, für den Hund relativ unangenehme Übung, weshalb man darauf achten sollte, nicht gleich zuviel auf einmal mit dem Hund zu trainieren.

    Erster Schritt:

  • Hund liegt in Position Ablegen / Platz.
  • Mit der Hand vom Hunderücken aus nach vorne zum Kopf hin über den Rücken streichen.
  • Kommt die Hand am Kopf an, den Kopf sanft auf den Boden (zwischen den Vorderläufen) drücken.
  • Liegt der Kopf unten, ohne dass der Hund nach oben drückt - Hörzeichen "Halt" / "Down".
  • Großes Lob und Auflösen des Kommandos.
  • Beachten: Nicht auf die Häufige Wiederholung, sondern auf den Erfolg kommt es an.
  • Die Dauer der Ausführung kann immernoch später gesteigert werden.


  • Zweiter Schritt:

  • Hund liegt in Position Ablegen bzw. Platz.
  • Vorgehen wie im ersten Schritt.
  • Man nimmt jedoch die Hand vorsichtig ein Stück vom Kopf des Hundes weg.
  • Hörzeichen "Halt" / "Down" nicht vergessen.
  • Hier kann man auch mit "Bleib" arbeiten, damit der Kopf zunächst ohne die Hand auf dem Boden bleibt.
  • Die Entfernung der Hand wird wie bei der "Bleib"-Übung nach und nach gesteigert.
  • Beim Entfernen wird das Sichtzeichen gegeben.
  • Auch hier muss der Hundeführer mit Feingefühl auf den eigenen Hund eingehen.
  • Bevor man das Gefühl hat, der Hund verläßt die Position, wird mit großem Lob aufgelöst.


  • Dritter Schritt:

    Der zweite Schritt muss wahrscheinlich öfter wiederholt werden, aber erst wenn er "sitzt" hat es Sinn mit dem dritten Schritt zu beginnen!

  • Der Hund liegt in Position Ablegen bzw. Platz.
  • Sie haben die lockere Leine in der Hand um sofort einwirken zu können!.
  • Sie stehen einen halben Meter vor dem Hund.
  • Sie geben das Sichtzeichen.
  • Legt der Hund den Kopf nicht auf den Boden, drücken sie diesen auf den Boden und geben Hörzeichen.
  • Der Kopf soll energisch, aber nicht grob auf den Boden gedrückt werden.
  • Bei weiteren Wiederholungen genügt meist ein leichter Ruck an der Leine, wenn der Kopf nicht gleich auf den Boden gelegt wird.
  • Steigern Sie die Entfernung zum Hund und die Zeit, die er liegen muss nur langsam.
  • Vergessen Sie nicht, den Hund überschwenglich zu loben und mit Leckerchen zu belohnen.




  • Die zweite Phase: Verknüpfung mit dem Triller.

    Erst wenn die Schritte der ersten Phase gut ausgeführt werden, kann man in die zweite Phase übergehen!
    Der Hund wird hier zunächst durch das laute Trillern irritiert sein und den Kopf wieder heben - dies ist völlig normal. Hier muss der Hundeführer im richtigen Moment korrigieren.
  • Der Hund führt die Übung auf Sicht- und Hörzeichen korrekt aus wie oben beschrieben.
  • (Schritt 3)
  • Sie stehen wieder vor dem Hund und haben die Leine in der Hand, um sofort einwirken zu können.
  • Sobald sich der Hund (mit Sicht- und Hörzeichen) in die gewünschte Position legt, Trillern.
  • Hebt der Hund den Kopf, erfolgt sofort ein kurzer Ruck mit der Leine, so dass er den Kopf wieder hinlegt (LOBEN!).
  • Hilft das nicht, wird der Kopf mit der Hand nach unten gedrückt und wenn der Hund liegt LOBEN.
  • Wie gewohnt die Übung beenden.


  • In der folgenden Zeit wird die Übung immer mit dem Triller (zunächst wenn der Hund schon liegt) verknüpft. Mit zunehmender Anzahl an Übungen (nicht hintereinander sondern insgesamt im Laufe der Zeit), hat der Hund gelernt, dass er sich auch ohne Sicht und Hörzeichen ordentlich hinlegt, wenn der Triller ertönt. Ist ihr Hund so weit, dass er sich zuverlässig sowohl auf Triller, als auch auf seperat gegebenes Handzeichen oder Hörzeichen richtig hinlegt und auch (ohne weiteres Kommando)in dieser Position verbleibt, kann nun in einzelnen Übungsphasen die Dauer des Liegens, die Ablenkung (bis hin zum Schuß) und Ihre Entfernung zum Hund gesteigert werden.





    Die dritte Phase: Halt (Down) mit Triller auf Entfernung.


    Auch wenn an dieser Stelle schon sehr viel Arbeit im Training an dieser Übung steckt, sind wir zu diesem Zeitpunkt noch weit von unserem Ziel entfernt, dass sich der Hund aus dem freien Lauf in grßer Entfernung (genau an der Stelle, wo er sich bei ertönen des Trillertons befindet) zuverlässig hinlegt.

    Beachten Sie bitte, dass die Übungen der zweiten Phase "bis zum Erbrechen" ;-) geübt werden sollen und "sitzen" müssen, bevor der Hund die Übung auf Entfernung ausübt. Lassen Sie sich in keinem Fall hinreissen, dies ohne Einwirkungsmöglichkeit (Feldleine!) zu probieren, so lernt Ihr Hund im schlimmsten Fall, dass sie auf Entfernung nicht auf ihn einwirken können und er sich der Übung entziehen und einfach weiterlaufen kann! Ohne Feldleine wird erst geübt, wenn die Übung an der Feldleine bombig "sitzt".

    Viele Hunde versuchen, bei den ersten Ausführungen auf Entfernung, zunächst auf den Hundeführer zuzulaufen und legen sich vor diesen. Es hat hier keinen Sinn zu schimpfen, wenn sich der Hund vor Sie gelegt hat, denn er hat die Übung ja eigentlich ausgeführt. Daher ist es ratsam von vorneherein mit der Feldleine zu arbeiten.
    Optimal ist die Arbeit mit 2 Feldleinen und 2 Personen, wobei mir selbst klar ist dass man nicht immer einen zweiten Mann auftreiben kann. Ich beschreibe daher kurz das Üben mit 2 Personen und danach einen kleinen Trick, mit dem man notfalls auch alleine arbeiten kann.

    2 Personen - 2 Feldleinen (optimal)

    Beide Feldleinen sind am Halsband des Hundes befestigt. Die Personen stehen sich in ausreichendem Abstand gegenüber. Der Hund befindet sich in der Mitte. Die Leinen schleifen locker auf dem Boden, so dass der Hund möglichst wenig davon merkt.

    Sie geben das Trillerzeichen. Läft der Hund auf sie zu, sieht die zweite Person aus der Gegenrichtung an der Leine, so dass der Hund nicht auf sie zugehen kann und sich an der Stelle, wo er sich befindet, hinlegen muss. Läft der Hund in die Gegenrichtung verhindern Sie selbst durch anziehen Ihrer Feldleine, dass der Hund weiterlaufen kann. So lernt der Hund schnell, dass er sich bei Pfiff sofort und an Ort und Stelle hinzulegen hat.


    2 Personen - 1 Feldleine

    Das gleiche Vorgehen wie oben, nur dass der Hund sich nur an einer Feldleine befindet, die Ihr Gegenüber hält. Wahrscheinlich wird der Hund bei Pfiff eher versuchen, auf Sie zuzulaufen, als von Ihnen weg. Also zieht Ihr Gegenüber wieder an der Feldleine um dies zu verhindern.
    Läft der Hund wider Erwarten doch in die Gegenrichtung, fehlt Ihnen bei dieser Methode die Chance, optimal einzuwirken und Sie sollten den Hund wie oben beschrieben an die zweite Feldleine legen.

    1 Person - 1 Strauch (Notlösung)

    Da ich fast täglich alleine mit meiner Hündin trainiert habe, habe ich auf diese Notlösung zurückgegriffen, die selbstverständlich nicht so sicher wie die beiden oberen Lösungen ist.
    Hierzu kann man das hintere Ende der Feldleine an einen Strauch binden. Man muss die Länge der Feldleine genau ausmessen und sich einen Punkt zur Orientierung suchen. Wenn der laufende Hund an diesem Punkt angelangt ist, wird man später das Trillerzeichen geben. So kann der Hund, wenn er nicht auf das Trillerzeichen reagiert, nur noch wenige Schritte tun, bevor sich die Feldleine spannt und er nicht mehr weiter kann.



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    Laut


    Diese Übung habe ich selbst meinem Hund durch sehr überschwengliches Loben beigebracht. Dabei habe ich jede Gelegenheit genutzt, bei der er von sich aus (aus irgendeinem Grund) gebellt hat. Ich habe ihn dann mit viel Lob und dem Hörzeichen "Laut" angespornt, so dass er zu Anfang jedesmal ganz aufgeregt war und sich überschwenglich gefreut hat, wenn er gebellt hat. Aus dem anfänglichen "So ist´s fein Gib Laut" ist zwischenzeitlich ein ruhigeres Bellen auf den einfachen Befehl "Laut" geworden.







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    Lieber Vizsla-Freund!
    Auf dieser Seite wollen wir Ihnen in Kürze
    weitere nützliche Inhalte zum Training des Hundes (vom
    Welpenalter an) zur Verfügung stellen.
    Innerhalb weniger Tage können Sie diese Information hier abrufen.
    Selbstverständlich wird hier auch auf Ihre Erfahrungen
    und Tips Wert gelegt.
    Anregungen können Sie gerne per eMail unter
    info@magyarvizsla-online.de.
    an uns richten.

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    Aus

    Bei diesem Hörzeichen kann man auf unterschiedliche Arten vorgehen. Die Tauschmethode halte ich persönlich für die humanste Methode. Da diese jedoch nicht bei jedem Hund funktioniert und es Situationen gibt, in denen man einfach darauf angewiesen ist, dass der Hund sofort und notfalls auch widerwillig "Aus" macht (z. B. wenn der Hund einen vergifteten Köder aufgenommen hat),# stelle ich an dieser Stelle auch noch den Schnauzgriff vor.


    Tauschmethode

    Beim anfänglichen Üben kann man dem Hund, der einen Gegenstand (z. B. Spielzeug) im Maul hat ein Leckerchen über die Nase halten, bis der Hund den Gegenstand fallen läßt. Dabei muss das Leckerchen für den Hund attraktiver sein als der Gegenstand, sonst erzielt man hier wohl keinen Erfolg. Das Hörzeichen "Aus" wird (wie immer ganz am Anfang einer Übung) erst gegeben, wenn der Hund den Gegenstand fallen läßt. Der Hund bekommt das Leckerchen und wird gelobt.
    Positiv an dieser Methode ist, dass der Hund nicht frustriert ist, weil er etwas hergeben muss - denn er bekommt ja ein Leckerchen.


    Diese Abfolge muss vielfach mit dem Hund geübt werden, bevor man "Aus" auch ohne Leckerchen vom Hund fordern kann. Gibt er den Gegenstand trotz der Tatsache, dass Sie sich sicher sind, dass der Hund mittlerweile genau weiss, was von ihm verlangt wird, wenn Sie "Aus" sagen, nicht frei - wenden Sie den Schnauzgriff an.


    Schnauzgriff

    Reagiert der Hund nicht auf das Kommando "Aus", greifen Sie von oben um die Schnauze des Hundes und wiederholen Sie das Kommando.
    Gibt er den Gegenstand nicht aus, üben Sie mit den Fingern Druck auf seine Lefzen aus (Diese werden somit gegen die Zähne gedrückt), bis der Hund den Gegenstand fallen läßt - dann loben Sie ihn sofort ausgiebig.




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    Hund orientiert sich nach Herr


    Auch bei meinen rassebedingt meist schon sehr bezogenen Magyar Vizslas habe ich dieses Verhalten noch mit einigen kleinen Tricks vom Welpenalter an gefördert.
    Ich bin mit meinen Welpen (die meist mehr Angst hatten, mich zu verlieren, als umgekehrt) viel ohne Leine spazieren gegangen (obwohl man einen Welpen auf jeden Fall frühzeitig an die Leine und gewöhnen sollte und die Leinenführigkeit fördern).
    Hierbei kann man die Angst des Welpen, Herrchen zu verlieren, ruhig etwas ausnutzen. Wechseln Sie häufig unangekündigt die Richtung. Am besten in einem Moment, wo sie denken, dass der Welpe gerade unaufmerksam ist. So wird er schnell lernen, in regelmäßigen Abständen von sich aus zu prüfen, ob Sie noch da sind und sich von sich aus nicht allzu weit von Ihnen entfernen.
    Haben Sie immer Leckerchen für den Welpen dabei und belohnen Sie ihn damit, wenn er zu Ihnen kommt oder wenn Sie ihn heranrufen.
    Es lohnt sich auch, ein Spielzeug dabei zu haben und immer mal wieder während des Spazierganges eine kurze Spielphase einzulegen, damit er lernt, dass er mit Ihnen Spass hat und die aufregenden Dinge beim Spaziergang sich nicht nur in den Hecken abspielen.
    Häufig wechselnde Spaziergangsgebiete lassen verhindern, dass sich der Hund (der sein Gebiet schnell kennt) langweilt und beginnt weniger nach Ihnen zu sehen oder sich weiter zu entfernen.
    Sehr bewährt hat es sich auch, sich immer mal wieder zwischendurch zu verstecken, so dass der Hund einen suchen muss. Dies tut man ebenfalls am besten, wenn der Hund gerade unaufmerksam ist. Hat der Hund Sie gefunden, loben Sie ihn ausgiebig und geben Sie ihm Leckerchen. Es empfiehlt sich, dies nicht in der Nähe einer Strasse zu tun, oder wo sich der Hund anderweitig verletzen könnte, wenn er Sie sucht.



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    Fuss


    Hörzeichen: "Fuss" (aufmunternder Tonfall).

    Im Gegensatz zur Leinenführigkeit soll der Hund beim "Fuss" - Gehen mit dem Kopf in Kniehöhe dicht an Ihrer Seite laufen und diese Position auch bei Wendungen und schnellerer Gangart nicht wesentlich verändern. Bleibt der Hundeführer stehen, soll sich der Hund (ohne weitere Aufforderung) mit Blickrichtung nach vorne, neben ihn setzen.
    Dies soll später auch in Form der "Freifolge" ohne Leine ausgeführt werden.


    Zu Beginn der Übung Sitzt der Hund auf der linken Seite des Führers. Ein kleines Leckerchen wird vor die Nase des Hundes gehalten, er bekommt das Hörzeichen und sie gehen zügig los. Das Leckerchen führen sie vor der Nase des Hundes her. Am Anfang reichen wenige Schritte, wobei auch hier wieder der Erfolg zählt. Der Hund wird gelobt, erhält das Leckerchen und wird mit einem aufmunternden Kommando "Lauf" wieder in die Freiheit entlassen.
    Wie immer wird an der Leine geübt, die man in der rechten Hand hät. Das Leckerchen befindet sich in der linken Hand, also genau vor dem Hund, damit er nicht nach innen läft.
    Auch hier wird die Entfernung mit der Zeit gesteigert. Bedenken Sie aber, dass der Hund sich im Welpenalter noch nicht lange konzentrieren kann und überfordern Sie ihn nicht, sonst verliert er schnell den Spass am Üben. Nach einer solchen Konzentrationsübung bietet es sich an, den Hund durch ein kurzes Spiel wieder zu lockern.
    Der Hund muss das Leckerchen nicht immer erst am Ende der Übung erhalten. Halten Sie mehrere Leckerchen bereit und geben Sie diese dem Hund immer, wenn er sie aufmerksam ansieht und in der richtigen Position (siehe oben) läft.
    Nach und nach können Wendungen eingebaut werden. Laufen Sie nicht zu lange gerade. Die Wendungen steigern die Konzentration des Hundes bei dieser Übung sogar noch.
    Damit sich der Hund später automatisch hinsetzt, wenn Sie aus der Fuss-Übung heraus anhalten, können Sie zunächst mit dem Hörzeichen Sitz arbeiten. Wenn Sich der Hund daran gewöhnt hat, dass dieses immer beim Stehenbleiben erfolgt, kann man auf das Handzeichen für Sitz reduzieren und das Kommando irgendwann ganz weglassen - der Hund setzt sich automatisch.

    Damit sich der Hund gerade neben Ihr Bein setzt und nicht vor Sie oder sich schräg hinsetzt, arbeitet man mit dem Leckerchen, welches man genau in die Position hät, in der man sich beim späteren Sitzen des Hundes die Nase wünscht.




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    An Platz


    Gerade der Magyar Vizsla ist sehr anhänglich. Dies hat bei meiner alten Hündin Alice beispielsweise dazu geführt, dass Sie - hätte man das immer zugelassen - den ganzen Tag im Haus hinter meiner Mutter hergelaufen wäre. Auch in anderen Situationen, wie Besuche von Bekannten, oder beim Essen schadet es auf keinen Fall, wenn man den Hund an den Platz schicken kann. Gibt man in einer solchen Situation ein "Absolutkommando" wie "Ablegen" und "Bleib", muss man sich im klaren darüber sein, dass man die Einhaltung des Kommandos eigentlich die ganze Zeit überwachen muss. Gerade hier schleichen sich Inkonsequenzen ein, denn wer möchte, wenn er Besuch hat, die ganze Zeit seinen Hund überwachen.

    Man bringt dem Hund hier besser ein Kommando bei, welches kein Absolutkommando ist. Ob der Hund dann auf seinem Platz sitzt oder liegt kann einem dann egal sein.

    An seinen Platz zu gehen kann bringt man am besten schon dem Welpen mit Leckerchen und Lob bei. Hierzu muss man zunächst nur loben, wenn er von selbst an seinen Platz geht um zu ruhen. Es reicht schon, wenn man nur "So ist schön "An Platz"" lobt, wenn er dies tut. Die Bestätigung kann man mit einem Leckerchen verstärken.

    Wenn Sie Essen, sollte der Hund ebenfalls Abstand zum Tisch waren. Führen Sie in daher mit einem Leckerchen an seinen Platz und geben Sie das Kommando "An Platz" in Verbindung mit Lob, wenn er dies gut macht. Aufgrund der Häfigkeit mit der sie dies üben, spielt es sich schnell ein, dass der Hund das Kommando richtig verknüpft. Es kann daher auch bald gefordert werden.





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    Voraus / Voran


    Auch dieses Kommando kann dem Hund durch Bestätigung und Lob im richtigen Moment, vom Welpenalter an beigebracht werden.

    Kommando: "Voraus" bzw. Voran"

    Man kann dieses Kommando einfach durch das Zeigen in die Richtung in die der Hund gehen soll verbinden. Ein etwas aufgeregter Tonfall (als wäre dort etwas besonderes) spornt den Hund an, als erster "Vor Ort" sein zu wollen und er Läft voran. In diesem Moment wird er über die Stimme überschwinglich gelobt.
    Beim jagdlich geführten Vizsla kann man auch gut Momente ausnutzen, in denen er Witterung aufgenommen hat, oder wenn er vorsteht.





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    Durch


    Hierbei handelt es sich eigentlich nicht um ein wirkliches Kommando. Die Übung diente von Anfang an nur dazu, meinen lerneifrigen Magyar Vizsla zu beschäftigen.

    Hierzu macht der Hundeführer einen Ausfallschritt (so dass ein A-förmiger Tunnel der Beine entsteht). Der Hund steht seitlich zum Hundeführer und wird mit einem Leckerchen durch diesen Tunnel gelockt.

    Geht der Hund hindurch, folgt Kommando "Durch" und der Hund erhält Bestätigung durch Lob und das Leckerchen. Der Hundeführer macht einen weiteren Ausfallschritt (anderes Bein nach vorne) und lockt den Hund auf die gleiche Weise zur anderen Seite hindurch.

    Dies kann man immer so weiter machen, so dass der Hund einem auf Kommando Durch über 10 Meter auf Kommando durch von links nach rechts durch die Beine geht.

    Obwohl die Übung im Alltag nicht viel Sinn zu machen scheint, so wusste mein Hund in der Zukunft genau, was ich von ihm wollte, wenn ich dieses Kommando erteilte. Ob durch Tunnel beim Agility oder bei der Nachsuche unter Bachbrücken auf der Jagd.



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    Steh


    Hörzeichen: "Steh"
    Sichtzeichen: flache Hand vorm Kopf des Hundes.

    Dieses Kommando kann sich sowohl beim Tierarzt, als auch bei Prüfungen und Zuchtschauen als nützlich erweisen und kann dem Hund ebenfalls schon als Welpe beigebracht werden.

    Der Hund führt hierzu seitlich vom Hundeführer das Kommando "Sitz" aus. Der Führer hat ein Leckerchen in der Hand. das er langsam von der Nase des Hundes aus vom Hund weg führt. Der Hund wird sich hinstellen um an das Leckerchen zu gelangen. Steht er, erfolgt das Kommando "Steh" mit ruhiger, langezogener Stimme und der Hund erält das Leckerchen.



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    Apportieren


    Hase gefunden - Ziel anvisiertBeute aufnehmen mit 1 JahrBringenTragenHalten
    Der Erste Fuchs...Was liegt da im Garten? Ich kenn Dich nicht, aber Du gehörst mir!Oops - 7 kg - wie nur Transportieren?Hab ich Dich - nun erstmal zu Frauchen!Wow - 1/3 meines Gewichts - da muss ich noch gutes Greifen übenAber Frauchen freut sich, dass ich den Fuchs einfach genommen und gebracht hab....im gewollten Training für die VGP wird aber mit leichteren Füchsen trainiert ;-)
    20 kg Hund und 7 kg Fuchs...und das bei der ersten Bekanntschaft mit der Gattung Der erste Fuchs...und die kleine geht einfach mal ran und bringt...Das Monster wird bezwungenJippieh,...ich hab was im Karton von Schleppwild.de gefunden ;-)...Frauchen muss ich gleich zeigen, was ich im Karton gefunden hab

    An dieser Stelle bald mehr zum Apportieren mit Dummies und Wild.


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    Mit kleinen Tricks das Teamwork fördern


    Vor allem für die jagdliche Nutzung und den Rettungseinsatz, aber auch zur Förderung des Teamworks zwischen Hund und Halter, sollten Sie sich immer dafür interessieren, wenn Ihr Hund Ihnen etwas zeigen will.

    Interessantes auf der Wiese   Das kann bereits durch ein begeistertes "Weiter" erfolgen, wenn der Hund vorsteht,
      oder gerade begeistert eine Spur schnüffelt. Hierbei sollte der Hund jedoch
      nicht schon für das reine Vorstehen gelobt werden, da er sich sonst zum "Blender" entwickeln kann.
      Wenn Sie sich dafür interessieren, was der Hund gerade "tolles" gefunden hat und Ihnen zeigen will - und wenn
      es ein toter, verwester Igel ist,
      wird er sie häufiger auf Dinge aufmerksam machen. Dies ist eine   gute Grundlage für den Hund, der lernen
      soll,nicht im Alleingang zu Jagen.

      Machen auch Sie Ihren Hund immer wieder auf Dinge aufmerksam
      (und wenn Sie nur ein Leckerchen im Gras verstecken, das er dort, wo Sie es ihm gezeigt haben, finden wird), so ist er beim Spaziergang sehr viel aufmerksamer und konzentriert sich besser auf Sie.












    Nase, Quersuche, Vorstehen, Gehorsam am Haar- und Federwild!


    Vorstehen

    An dieser Stelle bald mehr zur Feldarbeit.


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