
Meines Erachtens tut man sich beim Training selbst einen großen Gefallen, wenn der Hund
von Anfang an lernt, das keines der gegebenen Hör- und Sichtzeichen vom Hund eigenmächtig aufgehoben werden darf. Meine eigene
Erfahrung mit den Magyar Vizslas hat gezeigt, dass es beim Training nicht auf Härte ankommt. Es ist auch in keinster Weise förderlich, wenn man die
Kommandos (vor allem wenn man in Rage ist, weil der Hund evtl. nicht sofort reagiert) besonders laut oder in einem sehr scharfen Tonfall gibt. Im Gegenteil - unsere Magyar Vizslas ließen sich immer am besten mit freundlicher Stimme motivieren. Überschwängliches Lob und sehr viel Bestätigung haben die Arbeit mit dem
Hund meist sehr vorangetrieben. Nicht Druck, sondern Konsequenz ist bei der Erziehung des A und O und bildet die Grundlage, damit der Hund die besten Voraussetzungen hat zu verstehen, was der Hundeführer gerade von ihm will. Der Vizsla lernt im allgemeinen eifrig, gerne und mit zügigem Lernfortschritt, wenn man erst einmal herausgefunden hat, was für den Hund, dem man gerade abrichtet, die beste Motivation darstellt. Dies ist oftmals von Hund zu Hund verschieden (Spielzeug, Leckerchen, Lob, etc.).
Man sollte sich von vorne herein im klaren sein, dass der Hund das Hörzeichen zuerst richtig mit der Übung verknüpft haben sollte (und das kann dauern) und man nicht einfach
von dem Hund erwarten kann, dass er weiß, was er tun soll. Beim Heranführen des Welpen an diie Übungen hat sich bewährt, des Hörzeichen zu Beginn erst auszusprechen, wenn sich der Hund in der geforderten Postition befindet, damit es mit dieser verknüpft werden kann.
Man tut auch gut daran, sich selbst beim Training zu kontrollieren. Oftmals schleicht es sich ein, dass man immer die gleichen Kommandos in der gleichen Reihenfolge gibt, so dass der Hund diese Übungsfolgen verknüpft und gerade der Magyar Vizsla, der meist eifrig beim Üben ist, eine Übung bereits ausführt, bevor man das Kommando gibt.
Dies kann zum einen daran liegen, dass er sich gemerkt hat, dass beim Training immer "Platz" aus der "Sitz"-Übung gemacht wird oder sie selbst unbewußt immer mit bestimmten Körperhaltungen und Bewegungen eine Übung einleiten. Der aufmerksame Hund "studiert" ihre Bewegungen jeden Tag und hat es sich schnell gemerkt, wenn Sie sich beispielsweise immer beim Heranrufen aus einer Übung mit dem Oberkörper nach vorne neigen. Bevor es sich der Führer versieht, verknüpft der Hund das
nach vorne neigen des Oberkörpers mit dem Heranrufen und der Führer wundert sich, warum der Hund stets zu früh aus der Übung aufsteht.
Bei allen Kommandos tut man gut daran, zu Beginn in einer möglichst reizarmen Umgebung mit wenig Ablenkung für den Hund zu arbeiten. Je sicherer der Hund das Kommando ausführt, desto mehr kann die Ablenkung gesteigert werden. Wenn man sich ganz sicher ist, dass der Hund die Übung mit dem Kommando richtig verknüpft hat, kann man Hörzeichen und Sichtzeichen trennen, und mal mit dem einen und mal mit dem anderen arbeiten.
Belohnt man den Hund mit Leckerchen, ist es oftmals auch sehr förderlich, wenn der Hund beim Training hungrig ist.
Die Kommandos sollen deutlich und für den Hund verständlich gegeben werden - also "Platz" und nicht "Mach doch mal Platz" oder ähnliches.
Auch sollte man darauf achten, das Kommando 1 x zu geben und bei nichtausführen des Hundes zu korrigieren. "Platz" ..."Du sollst Platz machen" ..."Platz sage ich" ...usw. stumpft den Hund gegenüber dem Kommando ab. Man sieht bereits an unseren Empfehlungen, dass man sich als Hundehalter selbst beim Training kontrollieren muss. Mir selbst geht es jedenfalls oftmals so.
Ziel ist es, dass der Hund auf einmaliges Sicht- oder Hörzeichen das Kommando ausführt und so lange (auch unter Ablenkung) die Übung ausführt, bis Sie das Kommando auflösen (ich selbst sage zu meinem Hund "Auf", wenn die Übung beendet ist, es ist jedoch egal, wie das Kommando lautet, solange es für den Hund eindeutig ist).
Beim Lernen ist es ebenfalls wichtig, dass sich der Hund ihrem Kommando nicht "entziehen" kann denn soche Erfahrungen prägen sich ebenfalls ein, also sollte an der Leine geübt werden.
Wichtig ist es, zur Bestätigung des Hundes bei korrekter Ausführung zu Beginn immer mit Belohnung zu arbeiten. Dies kann in Form der Stimme / Lob erfolgen (die Stimme hat man immer "dabei" - auch wenn man die Leckerchen mal vergessen hat), ein Leckerchen oder über Spiel. (Achten Sie bei der Beohnung des Hudes auch auf das rechtzeitige und möglichst unverzögerte Timing!). Gerade bei Welpen und Junghunden habe ich nach jeder Übungsphase zur Belohnung immer eine Spielphase eingelegt und konnte deutlich merken, wie sich die Hunde darauf gefreut haben und dass es ihnen gut tat, wenn auf diese Weise nach einer Phase der Konzentration die Anspannung abfiel. Bedenken Sie bitte beim Üben mit dem
jungen Hund, dass sich dieser erst im zunehmenden Alter für längere Zeit am Stück konzentrieren kann. Man sollte den Hund auf gar keinen Fall durch zu langes Training am Stück überfordern. Das nimmt dem Hund die Freude am Training und verhindert oftmals auch den erfolgreichen Abschluss, da der Hund sich am Ende der Trainingsphase nicht mehr richtig konzentrieren kann. Für einen Welpen reichen beispielsweise lange Zeit 2 x 5 Minuten Training am Tag. Es kommt nicht darauf an, dass der Hund die Übung möglichst oft hintereinander wiederholt, sondern, dass der Hund (und auch der Führer) das Training mit einem Erfolgserlebnis abschließen kann. Führt meine Hündin Aimée beispielsweise das Kommando "Halt" mit dem Triller der Doppeltonpfeife beim ersten Mal korrekt aus, wird sie überschwenglich gelobt und ich spiele danach mit ihr. Ich schließe diese Übung für diesen Tag mit dem Erfolgserlebnis für uns beide ab.
Wir hoffen, dass wir Ihnen und Ihrem Hund mit unseren Tips zu Erfolg und Spass beim Training verhelfen können. Mit einem Welpen tut man auf jeden Fall gut daran, eine Welpenschule zu besuchen. Dort dürfen die Welpen die meiste Zeit spielen, was sehr wichtig für die Sozialisierung Ihres Hundes ist. Zudem helfen erfahrene Trainer auf die individuellen Bedürfnisse des einzelnen Hundes beim Lernen einzugehen.
Kommando: "Sitz"(freudlich und lagezogen ausgesprochen)
Sichtzeichenzeichen: Erhobener Zeigefinger
Anleitung:
Kommando: "Ablegen" oder "Platz" (energischer ausgesprochen, als Kommando Sitz).
Sichtzeichen: Flache Hand (Handfläche parallel zum Boden).
Bei dieser Übung habe ich selbst die besten Erfahrungen gemacht, wenn der Hund zuvor konsequent erlernt hat, dass
er kein Kommando selbst auflösen darf. Ich persönlich habe meine Hunde, beim anfänglichen Üben von "Bleib" immer wieder
an dem Platz, wo ich sie hingesetzt, oder hingelegt habe wieder abgeholt. So wußte meine Hündin immer, dass ich sie dort wo ich das Kommando "Bleib" gebe,
auch wieder abhole. So konnte ich vorzeitiges Aufspringen aus Ungeduld umgehen. Wenn ich sie dann mal aufgerufen habe, ist sie selbstverständlich auch gekommen.
Diese Übung ist für den Hund bei weitem nicht die angenehmste. Sie kann jedoch das Leben von Mensch und
Tier retten, beispielsweise wenn ein Hund hinter einem Hasen her und auf die Autobahn zurennt, weshalb ich sie für sehr sinnvoll halte. Der Hund liegt hierbei in der Position
"Ablegen" / "Platz" und der Kopf liegt zwischen Vorderläufen flach auf dem Boden. Ein Hund, der dieses Kommando beherrscht, führt es auf Triller-Pfiff (Doppeltonpfeife) des Hundeführers aus dem freien Lauf über weite Entfernung aus.
Ich persönlich habe bei meinem jetzigen Hund hier ohne Druck gearbeitet und eine längere Zeit in Kauf genommen bis es zuverlässig "gesessen" hat. Meine Methode ist hier warhscheinlich nicht "üblich". Zu dem Zeitpunkt, als ich mit diesem Kommando begann, hatte ich jedoch bereits viel Erfahrung im Training mit diesem Hund (für den die Erziehung unter Druck völlig ungeeignet scheint) und habe mir
"herausgenommen" mich hier ganz auf den Hund einzustellen und quasi meine eigene Methode einzusetzen. Selbstverständlich gibt es andere, wirkungsvolle Trainingsmethoden, mit denen das Ziel evtl. auch schneller erreicht werden kann.
Die Übung habe ich in drei Phasen geteilt. In der ersten Phase habe ich eingeübt, dass der Hund die gewünschte Position zuverlässig auf Hör- und Sichtzeichen direkt vor mir ausführt. In der zweiten Phase habe ich die Übung mit dem Triller verknüpft und erst in der dritten Phase hat mein
Hund gelernt, Halt mit Triller auf Entfernung auszuführen.
Die Phasen unterteilen sich in weitere kleine Übungsschritte, die der Hund jeweils zuverlässig ausführen sollte,
bevor man zum nächsten Schritt übergeht.
Erste Phase: Halt / Down ohne Entfernung:
Hörzeichen: "Halt" oder "Down"
Sichtzeichen: Flache Hand nach oben gestreckt (etwas über Kopfhöhe).
Hund befindet sich wie immer zur besseren Einwirkung an der Leine!
Schwierig ist, dass der Hund hier nicht mit Leckerchen in die gewünschte Position gelockt werden kann!
Es handelt sich hierbei um eine, für den Hund relativ unangenehme Übung, weshalb man darauf achten sollte,
nicht gleich zuviel auf einmal mit dem Hund zu trainieren.
Erster Schritt:
Diese Übung habe ich selbst meinem Hund durch sehr überschwengliches Loben beigebracht. Dabei habe ich jede Gelegenheit genutzt, bei der er von sich aus (aus irgendeinem Grund) gebellt hat. Ich habe ihn dann mit viel Lob und dem Hörzeichen "Laut" angespornt, so dass er zu Anfang jedesmal ganz aufgeregt war und sich überschwenglich gefreut hat, wenn er gebellt hat. Aus dem anfänglichen "So ist´s fein Gib Laut" ist zwischenzeitlich ein ruhigeres Bellen auf den einfachen Befehl "Laut" geworden.
Bei diesem Hörzeichen kann man auf unterschiedliche Arten vorgehen. Die Tauschmethode halte ich
persönlich für die humanste Methode. Da diese jedoch nicht bei jedem Hund funktioniert und es
Situationen gibt, in denen man einfach darauf angewiesen ist, dass der Hund sofort und notfalls auch widerwillig "Aus" macht (z. B. wenn der Hund einen vergifteten Köder aufgenommen hat),#
stelle ich an dieser Stelle auch noch den Schnauzgriff vor.
Tauschmethode
Beim anfänglichen Üben kann man dem Hund, der einen Gegenstand (z. B. Spielzeug) im Maul hat
ein Leckerchen über die Nase halten, bis der Hund den Gegenstand fallen läßt. Dabei muss das Leckerchen
für den Hund attraktiver sein als der Gegenstand, sonst erzielt man hier wohl keinen Erfolg. Das Hörzeichen "Aus" wird
(wie immer ganz am Anfang einer Übung) erst gegeben, wenn der Hund den Gegenstand fallen läßt. Der Hund bekommt das Leckerchen und wird gelobt.
Positiv an dieser Methode ist, dass der Hund nicht frustriert ist, weil er etwas hergeben muss - denn er bekommt ja ein Leckerchen.
Reagiert der Hund nicht auf das Kommando "Aus", greifen Sie von oben um die Schnauze des Hundes und wiederholen Sie das Kommando.
Gibt er den Gegenstand nicht aus, üben Sie mit den Fingern
Druck auf seine Lefzen aus (Diese werden somit gegen die Zähne gedrückt), bis der Hund den Gegenstand fallen läßt - dann loben Sie ihn sofort ausgiebig.
Auch bei meinen rassebedingt meist schon sehr bezogenen Magyar Vizslas habe ich dieses Verhalten noch
mit einigen kleinen Tricks vom Welpenalter an gefördert.
Ich bin mit meinen Welpen (die meist mehr Angst hatten, mich zu verlieren, als umgekehrt) viel ohne Leine spazieren gegangen (obwohl man einen Welpen auf jeden Fall frühzeitig an die Leine und gewöhnen sollte und die Leinenführigkeit fördern).
Hierbei kann man die Angst des Welpen, Herrchen zu verlieren, ruhig etwas ausnutzen. Wechseln Sie häufig unangekündigt die Richtung. Am besten in einem Moment, wo sie denken, dass der Welpe gerade unaufmerksam ist. So wird er schnell lernen, in regelmäßigen Abständen von sich aus zu prüfen, ob Sie noch da sind und sich von sich aus nicht allzu weit von Ihnen entfernen.
Haben Sie immer Leckerchen für den Welpen dabei und belohnen Sie ihn damit, wenn er zu Ihnen kommt oder wenn Sie ihn heranrufen.
Es lohnt sich auch, ein Spielzeug dabei zu haben und immer mal wieder während des Spazierganges eine kurze Spielphase einzulegen, damit er lernt, dass er mit Ihnen Spass hat und die aufregenden Dinge beim Spaziergang sich nicht nur in den Hecken abspielen.
Häufig wechselnde Spaziergangsgebiete lassen verhindern, dass sich der Hund (der sein Gebiet schnell kennt) langweilt und beginnt weniger nach Ihnen zu sehen oder sich weiter zu entfernen.
Sehr bewährt hat es sich auch, sich immer mal wieder zwischendurch zu verstecken, so dass der Hund einen suchen muss. Dies tut man ebenfalls am besten, wenn der Hund gerade unaufmerksam ist. Hat der Hund Sie gefunden, loben Sie ihn ausgiebig und geben Sie ihm Leckerchen. Es empfiehlt sich, dies nicht in der Nähe einer Strasse zu tun, oder wo sich der Hund anderweitig verletzen könnte, wenn er Sie sucht.
Im Gegensatz zur Leinenführigkeit soll der Hund beim "Fuss" - Gehen mit dem Kopf in Kniehöhe dicht an Ihrer Seite
laufen und diese Position auch bei Wendungen und schnellerer Gangart nicht wesentlich verändern. Bleibt der Hundeführer stehen, soll sich der Hund (ohne weitere Aufforderung) mit Blickrichtung nach vorne, neben ihn setzen.
Dies soll später auch in Form der "Freifolge" ohne Leine ausgeführt werden.
Gerade der Magyar Vizsla ist sehr anhänglich. Dies hat bei meiner alten Hündin Alice beispielsweise dazu geführt, dass Sie - hätte man das immer zugelassen - den ganzen Tag im Haus hinter meiner Mutter hergelaufen wäre. Auch in anderen Situationen,
wie Besuche von Bekannten, oder beim Essen schadet es auf keinen Fall, wenn man den Hund an den Platz schicken kann. Gibt man in einer solchen Situation ein "Absolutkommando" wie "Ablegen" und "Bleib", muss man sich im klaren darüber sein, dass man die Einhaltung des Kommandos eigentlich die ganze Zeit überwachen muss.
Gerade hier schleichen sich Inkonsequenzen ein, denn wer möchte, wenn er Besuch hat, die ganze Zeit seinen Hund überwachen.
Man bringt dem Hund hier besser ein Kommando bei, welches kein Absolutkommando ist. Ob der Hund dann auf seinem Platz sitzt oder liegt kann einem dann egal sein.
An seinen Platz zu gehen kann bringt man am besten schon dem Welpen mit Leckerchen und Lob bei. Hierzu muss man zunächst nur loben, wenn er von selbst an seinen Platz geht um zu ruhen. Es reicht schon,
wenn man nur "So ist schön "An Platz"" lobt, wenn er dies tut. Die Bestätigung kann man mit einem Leckerchen verstärken.
Wenn Sie Essen, sollte der Hund ebenfalls Abstand zum Tisch waren. Führen Sie in daher mit einem Leckerchen an seinen Platz und geben Sie das Kommando "An Platz" in Verbindung mit Lob, wenn er dies gut macht. Aufgrund der Häfigkeit mit der sie dies üben, spielt es sich schnell ein, dass der Hund das Kommando richtig verknüpft. Es kann daher auch bald gefordert werden.
Auch dieses Kommando kann dem Hund durch Bestätigung und Lob im richtigen Moment, vom Welpenalter an beigebracht werden.
Kommando: "Voraus" bzw. Voran"
Man kann dieses Kommando einfach durch das Zeigen in die Richtung in die der Hund gehen soll verbinden. Ein etwas aufgeregter Tonfall (als wäre dort etwas besonderes) spornt den Hund an, als erster "Vor Ort" sein zu wollen und er
Läft voran. In diesem Moment wird er über die Stimme überschwinglich gelobt.
Beim jagdlich geführten Vizsla kann man auch gut Momente ausnutzen, in denen er Witterung aufgenommen hat, oder wenn er vorsteht.
Hierbei handelt es sich eigentlich nicht um ein wirkliches Kommando. Die Übung diente von Anfang an nur dazu, meinen lerneifrigen Magyar Vizsla zu beschäftigen.
Hierzu macht der Hundeführer einen Ausfallschritt (so dass ein A-förmiger Tunnel der Beine entsteht). Der Hund steht seitlich zum Hundeführer und wird mit einem Leckerchen durch diesen Tunnel gelockt.
Geht der Hund hindurch, folgt Kommando "Durch" und der Hund erhält Bestätigung durch Lob und das Leckerchen. Der Hundeführer macht einen weiteren Ausfallschritt (anderes Bein nach vorne) und lockt den Hund auf die gleiche Weise zur anderen Seite hindurch.
Dies
kann man immer so weiter machen, so dass der Hund einem auf Kommando Durch über 10 Meter auf Kommando durch von links nach rechts durch die Beine geht.
Obwohl die Übung im Alltag nicht viel Sinn zu machen scheint, so wusste mein Hund in der Zukunft genau, was ich von ihm wollte,
wenn ich dieses Kommando erteilte. Ob durch Tunnel beim Agility oder bei der Nachsuche unter Bachbrücken auf der Jagd.
Hörzeichen: "Steh"
Sichtzeichen: flache Hand vorm Kopf des Hundes.
Dieses Kommando kann sich sowohl beim Tierarzt, als auch bei Prüfungen und Zuchtschauen als nützlich erweisen und kann dem Hund ebenfalls schon als Welpe beigebracht werden.
Der Hund führt hierzu seitlich vom Hundeführer das Kommando "Sitz" aus. Der Führer hat ein Leckerchen in der Hand. das er langsam von der Nase des Hundes aus
vom Hund weg führt. Der Hund wird sich hinstellen um an das Leckerchen zu gelangen. Steht er, erfolgt das Kommando "Steh" mit ruhiger, langezogener Stimme und der Hund erält das Leckerchen.












An dieser Stelle bald mehr zum Apportieren mit Dummies und Wild.
Vor allem für die jagdliche Nutzung und den Rettungseinsatz, aber auch zur Förderung des Teamworks zwischen Hund
und Halter, sollten Sie sich immer dafür interessieren, wenn Ihr Hund Ihnen etwas zeigen will.
Das kann bereits durch ein begeistertes "Weiter" erfolgen, wenn der Hund vorsteht,
oder gerade begeistert eine Spur schnüffelt. Hierbei sollte der Hund jedoch
nicht schon für das reine Vorstehen
gelobt werden, da er sich sonst zum "Blender" entwickeln kann.
Wenn Sie sich dafür interessieren, was der Hund gerade "tolles" gefunden hat
und Ihnen zeigen will - und wenn
es ein toter, verwester Igel ist,
wird er sie häufiger auf Dinge aufmerksam machen. Dies ist eine
gute Grundlage für den Hund, der lernen
soll,nicht im Alleingang zu Jagen.
Machen auch Sie Ihren Hund immer wieder auf Dinge aufmerksam
(und wenn Sie nur ein Leckerchen im Gras verstecken, das er dort, wo Sie es ihm gezeigt haben, finden wird), so ist er beim Spaziergang sehr viel aufmerksamer und konzentriert sich besser auf Sie.
An dieser Stelle bald mehr zur Feldarbeit.