Hier wollen wir in Kürze Informationen zur VGP zur Verfügung
stellen. Diese sollen sich von den einzelnen Fächern über die
Prüfungsordnung bis zum Training erstrecken.
Einstweilen gibts erstmal
ein paar Fotos...
Aimée und der erste Fuchs. Obwohl der gute fast 7 kg
wiegt und für das Training (Apportieren, Fuchsschleppe, Fuchs über
Hindernis) "erleichtert" werden soll, hat sie es sich nicht nehmen lassen, ihn
schon vorher durch den Garten zu schleppen - was liegt der auch so blöd zum
Auftauen da.




Die Fachgruppen: Wasserarbeit, Feldarbeit, Waldarbeit und Gehorsam.
Fachgruppe 1 : Waldarbeit
1) Riemenarbeit Tag- (2 - 5 Stunden) oder Übernachtfährte (min. 14 Stunden)- zusätzlich Todverbellen oder Bringselverweisen
Umfeld: Wald, Schweissfährte (400 m lang)/Tropf- oder Tupfverfahren mit 1/4 l frischem Schweiß/ nach etwa 100 m und 300 m je ein Haken /nach 200 m Wundbett/Am Ende (Riemenarbeit) nach 400 m zweitens Wundbett + Stück Schalenwild (Kugelschuss)
Info: Schweissriemen min. 6 m lang und die ganze Zeit über voll abgedockt. 3 Richter folgen.
Wichtig: Halten der Fährte (ruhig, konzentriert)- typische und sichere Arbeit. Willen, die Fährte zu halten und fortzubringen, Wille, die Fährte durch Bogenschlagen wiederzufinden (bei abkommen)
Unterstützen des Hundes (Ablegen, Schweiss suchen, Vor- oder Zurückgreifen) ist erlaubt.
2 x zurücknehmen und neu ansetzen ist erlaubt(prädikatmindernd - wenn durch Richter angewiesen, weil Hund weiter als 60 m abgekommen)
Korrigiert sich der abgekommende Hund selbständig, wird das als Plus angerechnet.
Vorbeiarbeiten am ersten Wundbett (wenn Hund in Anlehnung an Fährte arbeitet) ist kein Fehler.
Hund bleibt nach erfolgreicher Arbeit unangeleint 5 Min. alleine am Stück (von zwei versteckten Richtern beobachtet - keine Einwirkung des Führers).
Verlassen des Stückes -> kein Fehler.
Negativ: Anschneiden
Todverbellen und Todverweisen:
Ab 2. Wundbett wird weitere Fährte gelegt (min 200 m /1/8 l Schweiss) und am Ende das Stück
Hund wird geschnallt.
Todverbellen
Hund soll zum Stück finden und nach längstens 10 Min laut werden und 10 Min seinen Herrn Rufen. Er darf das Stück nicht verlassen (außer Sichtkontakt).
Bringselverweisen/ freies Todverweisen
Hund soll zum Stück finden und wieder zum Führer zurückkommen. Diesem dann Anzeigen (durch Bringsel oder aufnehmen von Schweissriemenende), dass er gefunden hat und den Herrn hinbringen.
Lautes Verweisen
Hund soll zum Stück finden, dort innerhalb von 10 min laut werden und zum Führer zurück (dort wieder laut geben).
Dann muss er den Herrn frei zum Stück führen.(Eintag in Zensurentabelle "lt")
Sofern bei diesen Zusatzleistungen eine Punktzahl von min. genügend erreicht wurde, wird sie gewertet.
2) Bringen von Fuchs über Hindernis (in manchen Teilen Deutschlands auch Wassergraben)
Hindernis: 70 - 80 cm hoch / Graben: 80 cm tief und 1 m breit
Ablauf: Führer legt Hund min. 5 m vor Hindernis ab, Fuchs wird ausgelegt, Hund geschickt (Apport, einmaliger Befehl)
Hund soll nach einmaligem Befehl Einspringen, (ohne langes Verweilen) aufnehmen und ausspringen, Fuchs zum Herrn tragen, Vorsitzen und auf Befehl ausgeben.
Wenn Hund (beim Springen) fallenlä:sst und ohne Einwirkung wieder aufnimmt, ist das kein Fehler.
Max. 3 x ansetzen erlaubt (prädikatsmindernd)
3) Fuchsschleppe
Geschleppt wird ein Fuchs von min. 3,5 kg (kann mitgebracht werden)
Umfeld: Wald (oder Anfang bis zum 1. Haken in übersichtlichem Gelände), 2 stumpfwinklige Haken, 300 m
Wichtig: Nasenmässige Verbindung, Finderwille, Wille zu Bringen
Unter Bringen (Hase, Kanin) wird Aufnehmen, Tragen und Abgeben bewertet.
Info: Führer kann verlangen, dass Hund das geschleppte Stück ausgelegt wird (bei Richter anmelden)
Erste 20 m dürfen an der Leine gearbeitet werden - dann Hund schnallen
Dreimaliges Ansetzen (prädikatsmindernd) erlaubt
Hat Hund gefunden, weitere Beeinflussung durch Herrn verboten
Negativ: Hund bringt nach finden nicht, schneidet an oder vergräbt (keine Weiterprüfung)
4) Bringen von Fuchs auf der Schleppe
Siehe Bringen von Hase oder Kanin
5) Hasen- oder Kaninschleppe
Umfeld: Wald (oder Anfang bis zum 1. Haken in übersichtlichem Gelände), 2 stumpfwinklige Haken, 300 m
Wichtig: Nasenmässige Verbindung, Finderwille, Wille zu Bringen
Unter Bringen (Hase, Kanin) wird Aufnehmen, Tragen und Abgeben bewertet.
Info: Führer kann verlangen, dass Hund das geschleppte Stück ausgelegt wird (bei Richter anmelden)
Erste 20 m dürfen an der Leine gearbeitet werden - dann Hund schnallen
Dreimaliges Ansetzen (prädikatsmindernd) erlaubt
Hat Hund gefunden, weitere Beeinflussung durch Herrn verboten
Negativ: Hund bringt nach finden nicht, schneidet an oder vergräbt (keine Weiterprüfung)
6) Bringen von Hase oder Kanin
Art des Aufnehmens, Tragens und Abgebens vom Wild
Ausführung: Hund soll seinen Griff Wild und Schwere anpassen, Wild zu Führer bringen und ohne oder auf leises Kommando vor ihm absitzen und so lange ruhig halten, bis der Führer es nimmt.
Negativ: Rupfen und Knautschen, zu starkes oder zu zaghaftes Packen
7) Stoebern
Umfeld: Dickungen, Schonungen (guter Wildbesatz)
Führer kann Hund von Stand aus schicken oder in Entfernung ablegen und auf Wink schicken.
Ausführung: Hund soll Gebiet planmässig und gründlich durchstöbern.
Negativ: Längeres Vorstehen oder ungehorsames Hetzen von Wild über die Revierteile hinaus.
Fassen und Bringen von Wild wird bei Fach "Bringen" bewertet.
Einträge in die Zensurentabelle: spl (Hund jagd nachweislich laut an Fuchs oder Hase), lt (Es wird lautes Stöbern festgestellt),
st (hinter sichtigem Wild wird stumm gejagd - max. Prädikat "gut" in diesem Fach), ? (Wildmangel - keine Feststellung möglich)
8) Buschieren
Umfeld: Stangenholz, niedrige Kulturen oder kurz bewachsene Schläge.
Ausführung: Hund soll unter der Flinte suchen,sich leicht und ohne viele laute Kommandos lenken lassen. Führer muss mindestens einen Schrotschuss abgeben.
Wichtig: Planmässigkeit, Führer kann gut folgen, Zusammenarbeit Führer/Hund.
Leistungen bei Vorstehen, Benehmen am eräugten Wild, Schussruhe und Bringen fliessen in die Bewertung der einzelnen Fächer mit ein.

























Fachgruppe 2: Wasserarbeit
1) Stoebern ohne Ente im deckungsreichen Gewässer
Dauer: 10 Min (max)
Ablauf: Hund wird von Führer mit einmaligem Befehl ins Wasser geschickt (keine Steine) und soll die betreffende Deckung gründlich absuchen.
Wichtig: Wasserfreudigkeit, Finderwille
Lenken des Hundes erlaubt (zuviel mindert das Prädikat)
2) Schussfestigkeit (wird nicht bewertet)
Ablauf: Ente wird ins Wasser geworfen, so dass Hund sehen kann. Ist Hund im Wasser -Schrotschuß. Hund soll Ente selbständig bringen.
Negativ: Wenn Hund Wasser nicht innerhalb 1 min annimmt oder die Ente nicht bringt (Ausscheiden!)
3) Verlorensuche im deckungsreichen Gewässer
Ablauf: Frisch geschossene Ente wird in Deckung versteckt ohne, dass Hund oder Führer sehen. Führer wird geholt und bekommt ungefähre Richtung angegeben.
Hund soll Ente (ohne zuviel Einwirkung des Führers) selbständig suchen, finden und zum Herrn tragen.
4)Stoebern mit Ente im deckungsreichen Gewässer
Ablauf: Ente wird in Dickung ausgesetzt - dann Führer geholt und an eine Stelle in Schrotschussentfernung platziert. Herr schickt Hund, der Ente
selbständig suchen, finden und aus Dickung drücken soll. Herr erlegt Ente, die vom Hund selbständig gebracht werden soll.
Negativ: Kein selbständiges Bringen nach erstmaligem Finden (Ausschluss)
5) Bringen von Ente
Siehe Bringen von Fuchs. Ablegen der Ente an Land um sich zu schütteln mindert Wertung - um den Griff zu verbessern nicht. Schütteln mit Ente im Fang auch nicht.
Prüfungszeit: Max. 15 min








Fachgruppe 3: Feldarbeit
1) Nasengebrauch
Gut: Gutes Ausnutzen des Windes, schnell und oft finden, schnelles festmachen von Huhn beim Nachziehen, weites Anziehen von Wild.
2) Suche
Wichtig: Finderwille, Palnmässigkeit, flott und ausdauernd. Tempo Wildart, Gelände und Qualität der Nase angepasst. Hund soll sich gut lenken lassen.
3) Vorstehen
Festliegendes Wild muss so lange vorgestanden werden bis Herr im ruhigen Gang in Schussnähe ist.
4) Manieren am Wild und Nachziehen
Wichtig: Nachziehen und Festmachen (Umschlagen) von ablaufendem Wild. Art der Bewegung, sobald Hund Wittrung in die Nase bekommt.
5) Verlorensuche von Federwild
- Arbeit am geflügeltem Huhn oder Fasan
oder Federwildschleppe
- Freies Verlorensuchen eines frischen (oder ausgelegten) Federwildes, dessen Fallen der Hund nicht sah
6) Bringen von Federwild
Siehe Bringen von Fuchs
Fachgruppe 4: Gehorsam
1) Allgemeines Verhalten - Gehorsam
Hier geht es darum, dass sich der Hund bei der Arbeit anderer ruhig verhät und nicht durch an der Leine ziehen, Bellen und Winseln stört. Jagdnahes Verhalten des Führers wird mit berücksichtigt.
Gehorsam ist die Grundvoraussetzung der jagdlichen Brauchbarkeit.
2) Verhalten auf dem Stand
Ablauf: Führer werden als freie Schützen an einer Dickung abgestellt. Der Hund danneben mit oder ohne Leine (mit Leine mx. Prädikat "gut") und es wird ein Treiben simmuliert, bei dem auch der Führer 2 x Schiessen muss.
Negativ: Hund gibt Laut, winselt, zieht an Leine.
3) Leinenführigkeit
Ablauf: Angeleinter Hund folgt Führer duch Stangenholz. Mindestens einmal stehenbleiben (Hund muss unaufgefordert verhalten). Rechts und Links Dicht an Baum vorbei.
Negativ: Leine bleibt an Baum hängen bzw. Hund behindert Führer beim Vorankommen.
4) Folgen Frei bei Fuss
Umgebung: Wald- oder Prischweg.
Ablauf: Hund soll ohne Leine dem Führer min. 50 m folgen. Wechselndes Tempo, mehrfaches stehenbleiben
5) Ablegen
Ablauf: Führer geht mit unangeleintem Hund 100 m von Richtern weg und legt diesen ab (evtl. Rucksack oder Leine dabei). Herr gibt Zeichen oder sehr leisen Befehl zum liegenbleiben. Herr entfernt sich pirschend min. 30 m so dass Hund Ihn nicht mehr sehen kann. Muss 2 Schrotschüsse abgeben im Abstand von 10 sek..
Hund soll bleiben bis er geholt wird. Aufrichten auf der Vorderhand oder Kopf hoch, sich bewegen bis 5 m ist noch ok, mindert aber die Wertung.
Negativ: Winseln, Stelle verlassen, Laut geben
6) Benehmen an eräugtem Federwild
Ohne Einwirkung darf der Hund nicht nachprellen.
7) Benehmen an eräugtem Haarnutzwild
Hund soll sich durch Ruf oder Pfiff vom Hetzen abhalten lassen.
8) Schußruhe
Vor dem Hund wird flüchtendes Wild geschossen. Hund soll nicht nachprellen.