Magyar Vizsla. Informationen über den Magyar Vizsla als Jagdhund, Rettungshund und Familienhund und das Wesen des Magyar Vizsla.



Der Magyar Vizsla

Jäger aus Ungarn - vielseitig bewährt



Besondere Eigenschaften
Familienhund
Rettungshund
Mantrailer
Reitbegleithund
Uj Hubertus Abrand mit 1 Jahr
Jagdhund








Besondere Eigenschaften des Magyar Vizsla

Der Magyar Vizsla kommt aus Ungarn und wurde als Jagd- und Gebrauchshund gezüchtet. Aufgrund seiner Intelligenz und leichten Führigkeit findet er heute noch vielfach Einsatz als Rettungs- oder auch als Jagdhund. Aber auch als Familien- oder als Reitbegleithund ist er sehr gut geeignet.

Man unterscheidet den Drahthaar Vizsla und den Kurzhaar Vizsla. Der Drathaar Vizsla wurde durch Kreuzung des Deutschen Drathaar mit dem Magyar Vizsla geschaffen. Bei dieser Züchtung wurde gezielt mehr Härte und Wildschärfe eingebracht.

Ich bin mit dem Kurzhaar Magyar Vizsla oder Ungarisch Kurzhaar (UK) aufgewachsen, weshalb sich meine Erfahrungen auf diese Hunde beziehen. Meine Hunde haben sich immer durch ihre sagenhafte Lernfähigkeit, einen intensiven Lernwillen und die starke Bindung ausgezeichnet, die sie zu ihrem Führer und der Familie aufgebaut haben.

Trotz der gezielten Erhaltung der Wildschärfe und der jagdlichen Führung haben sie immer eine Tendenz zum Schmusehund und teilweise auch zum Clown gehabt, so dass ich sagen kann, dass mir vom Wesen her nie eine so freundliche und kontaktfreudige Rasse begegnet ist.

Unsere Vizslas waren immer voll sozialisiert und kamen im Alltag gut mit anderen Hunden und Menschen klar. Trotzdem entwickeln sie einen starken Beschützerinstinkt, was ihre Familie angeht.

Besonders habe ich zu schätzen gelernt, dass ich bei der Erziehung bisher ohne viel Härte und Dominanzgerangel ausgekommen bin. Nicht Druck sondern Konsequenz war hier bei der Erziehung immer das A und O und entscheidender Faktor für den Erfolg. Was man diesen Hunden beibringen kann geht wirklich über das übliche "Sitz", "Platz" und "Fuss" hinaus. Übermässige Härte oder Zwingerhaltung sind meines Erachtens bei einem Vizsla völlig ungeeignet. Der Vizsla benötigt viel Kontakt und will als Mitglied in die Familie integriert werden. Dies dankt er mit viel Treue und Liebe. Meine eigene Erfahrung war bisher immer diese: "Je mehr man sich mit dem Hund abgegeben hat (Spiel, Aufmerksamkeit, Auslauf, Training, Jagd, etc.), desto besser hat sich auch der Hund entwickelt".

Ob Jagd, Obedience, Fährtenhundetraining, Hundeschule, Flyball oder Frisbee - der Vizsla wird es Ihnen danken, wenn er bei einer regelmässigen Ablenkung gefordert wird, die Bindung zur Bezugsperson wird sehr fest und auch der Halter kommt hier auf seine Kosten, was den Spass angeht. Unser eigener Hund macht bei allen diesen Dingen mit Begeisterung mit.

In ihrer Jugend haben sich unsere Hunde immer durch ihre Quirligkeit ausgezeichnet. Sie lieben es, zu rennen, mit anderen Hunden zu spielen, Fang- und Suchspiele und zu Schwimmen. Gerade beim Schwimmen ist ein spielerisches Heranführen an die Wasserarbeit (am besten beim gemeinsamen Schwimmen mit dem Hund) sehr wichtig, da sich die Freude daran sonst nicht entwickelt.

Der Vizsla ist an sich ein sehr kontaktfreudiger Hund und braucht bei der Erziehung sehr viel Lob und Bestätigung.

Man kann fast sagen, dass diese Hunde über eine Art eigenen Charme verfügen, der es schwer macht, Ihnen etwas abzuschlagen. Hier muss man vor allem beachten, dass sich keine (aus meiner Sicht weniger dramatischen) Unarten, wie "Betteln" und "Auf dem Schoß liegen wollen" einschleichen. Häufig fordert der Vizsla seinen Herrn zum Körperkontakt auf, will spielen oder zumindest immer "dabei sein".

Auch wenn viele Menschen dazu neigen und es sehr wohl einige rassespezifische Merkmale gibt, will ich die Eigenschaften der Vizslas, die ich in den letzten 25 Jahren "kennengelernt" habe, nicht zu sehr verallgemeinern. Jeder von Ihnen war ein Individuum und es waren die unterschiedlichsten Charaktäre darunter. Damit meine ich auch ständige Ausreisser (je nach Läufigkeit der Hundedamen in der Umgebung), solche die Menschen und andere Hunde auch mal gebissen haben und schuss-scheue Hunde, die für die Jagd fast untauglich waren. Züchter, die Interessenten den Vizsla als "Wunderhund", der quasi von Jederman zu Lassie erzogen werden kann, verkaufen wollen, halte ich persönlich für unseriös. Leider gibt es derzeit wohl einige "Schwarzzüchter" und Händler, die den Vizsla zum Modehund machen wollen. Hier kann man von einer seriösen Beratung der Interessenten nicht sprechen und es scheint egal zu sein, ob die Käufer mit dem Hund (und der Hund mit den Käufern) glücklich wird oder nicht - solange sie kaufen. Ich kann daher nur empfehlen, sich die Hunde und Züchter vor dem Kauf im Rahmen von 2 unterschiedlichen Terminen anzuschauen und hierbei nicht auf den Preis oder unseriöse Versprechungen, sondern auf "das Gute Gefühl dabei" zu achten.

Bei unseren Vizslas hat es sich in der Vergangenheit immer bewährt, sich viel mit ihnen zu befassen, sie durch 2 - 3 Stunden Bewegung und / oder Kopfarbeit (Jagen, Training, Spiele, etc.) auszulasten, sie gut zu sozialisieren (Welpenschule und früher Umgang mit unterschiedlichsten Lebenssituationen) und viel Kontakt (Stimme und Körper). So liegt wohl ein gutes Stück der Verantwortung für das Verhalten des Hundes beim Halter. Ersthundebesitzern schadet es bestimmt nicht, sich vor der Anschaffung eines Hundes (jeglicher Rasse), ein gutes Hundebuch zu Gemüte zu führen, wobei ich den Magyar Vizsla nicht als klassischen Hund für einen Ersthundebesitzer sehe. Dann kann man mit einem Magyar Vizsla wirklich glücklich werden und wird sich vielleicht (so wie ich) nie wieder eine andere Hunderasse anschaffen wollen ;-)



Was der Magyar Vizsla liebt!
  • Ohrenkraulen dankt er mit genüsslichen Brummgeräschen
  • Bauchkraulen
  • Wenn er eine Decke an den sonnigsten Fleck in der Wohnung gelegt bekommt
  • Immer dabei zu sein

  • Einer der häufigsten Irrtümer bei der Anschaffung eines Magyar Vizsla
    Wer einen pflegeleichten Hund will, weil er in der Rassebeschreibung die Worte "leichtführig" und "kinderlieb" gelesen hat und zudem denkt, dass er am besten einen kurzhaarigen Hund nimmt, da dann weniger Dreck in der Wohnung entsteht - also im Endeffekt glaubt, der Magyar Vizsla sei der unkomplizierteste Hund, den er sich anschaffen kann, ist leider oftmals bei der Rasse falsch.

    Der Magyar Vizsla ist wirklich ein sagenhafter Hund, wenn man ihm gerecht wird, ihm genug Aufmerksamkeit und Kontakt bieten kann, ausreichend Bewegung (min. 2-3 Stunden am Tag), Spiel, Kopfarbeit und zudem gerecht, geduldig, liebevoll und konsequent in der Erziehung vorgeht (Wer sich nicht unter Kontrolle hat, ist hier bei der Hundeerziehung falsch). Damit zählen diese Hunde aber bei weitem nicht zu den Rassen mit den man es sich möglichst einfach machen kann. Unter schlechten Bedingungen kann man nicht selbstverständlich erwarten, dass der Hund alle seine besagten guten Eigenschaften entfaltet.



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    Der Magyar Vizsla als Jagdhund

    Der Magyar Vizsla verfügt über einen ausgeprägten Jagdtrieb. Dies ist erwünscht und wird bei der Zucht bewusst erhalten. Ich persönlich lenke meinen Hund bei normalen Spaziergängen vom Jagen ab, indem ich mit ihm Ball spiele. Da er dies vom Welpenalter an gelernt hat, traten hier (auch vor Ausbildungsende) keine Probleme auf. Wenn wir zur Jagd gehen, wird er mit den erlernten Kommandos wie "Such" zum Suchen geschickt und darf seinem Jagdtrieb vollen Lauf lassen. Arbeit mit dem Vizsla (in welcher Form auch immer) halte ich für wichtig, den es bereitet dem Hund einfach Freude und trägt auch dazu bei, dass der Besitzer mit seinem ausgeglichenen Hund glücklich ist.

    Uj Hubertus Abrand mit 1 JahrUj Hubertus Abrand mit 1 JahrUj Hubertus Abrand mit 1 JahrUj Hubertus Abrand mit 1 JahrUj Hubertus Abrand mit 1 Jahr

    Der Vizsla ist im Gegensatz zum Deutsch Drathaar ein "Spätentwickler" und es benötigt bei der Ausbildung bei weitem mehr Feingefühl. Zuviel Druck ist meines Erachtens eher schädlich, viel mehr Erfolg hat man meist, wenn man auf den Hund eingeht und in dementsprechend motiviert. Es entsteht dann schon fast ein Übereifer zu Lernen und Übungen absolvieren zu wollen, um zu "glänzen". Dies bedeutet aber nicht, dass die Dressurfächer die die Jagdausbildung mit sich bringt, nicht ordentlich und konsequent aufgebaut und durchgearbeitet werden muüssen.

    Überschwengliches Lob spornt den Vizsla ganz besonders an. Er liebt es, zu apportieren und oft hat man das Gefühl, dass er einfach irgendetwas apportieren muss, wenn er sich freut (Bringfreude). So ist es nicht ungewöhnlich, dass man bei der morgendlichen Begrüssung einen Schuh, oder irgendetwas, was sich gerade findet, gebracht bekommt. Dies habe ich immer gefördert (auch wenn die überschwenglichen Liebesbekundungen der Hunde und ihr Streben nach Lob und Aufmerksamkeit manchmal fast als nervig empfunden wurden). Es hat dazu beigetragen, dass nie Schwierigkeiten beim aufnehmen von Wild aufgetreten sind. Vielmehr waren die Hunde immer sehr stolz, wenn sie mit der Beute ankamen und gelobt wurden.

    Dem Magyar Vizsla tut es für den jagdlichen Gebrauch gut, wenn er möglichst früh mit Wild in Kontakt kommt und die Wildschärfe gefördert wird, wenn jagdlicher Gebrauch des Vizsla angedacht ist.

    Trotz der Tatsache, dass der Vizsla von Zeit zu Zeit wie ein verschmustes "Weichei" wirken mag, bringt ihn der starke Bezug zu seinem Herrn oft dazu, auf wundersame Weise über sich hinaus zu wachsen. So apportiert der zwischenzeitlich alte Magyar Vizsla meines Onkels bei Minusgraden Wild aus einem See voller Eisschollen ohne mit der Wimper zu zucken. Ein gut geführter Vizsla ist meines Erachtens durch einen anderen Jagdhund schwer zu übertreffen und wird seinem Besitzer viel Freude bereiten.

    Unsere Vizslas haben sich, was die Anlagen betrifft, immer durch festes Vorstehen und hervoragendes Suchen ausgezeichnet und es waren auch hervorragende Schweißhunde dabei. Unsere aktuelle Hündin ist eine herausragende Sucherin und extrem passioniert, bereits im Alter von 14 Monaten hat sie bei ihrer ersten Niederwildtreibjagd vollwertig ("wie die alten Hasen") ihren Mann gestanden (Suchen, Stöbern, Apportieren, guter Gehorsam und extreme Führerbezogenheit, was das Jagen mit ihr sehr angenehm macht). Trotz noch nicht vollständig abgeschlossener Ausbildung in Sachen Schweiß habe wir sie (mit großen Bedenken, da laut Lehrbuch Hunde erst mit abgeschlossener Ausbildung im Jagdbetrieb eingesetzt werden sollten) mitgenommen und sie hat hierdurch nicht nur sehr viele Erfahrungen gewonnen, sondern sich auch schon bewährt.

    Beabsichtigt man nicht, den Vizsla jagdlich zu führen, so ist es meines Erachtens am besten, ihn gar nicht erst mit dem Jagen in Kontakt zu bringen. Das meiden wildreicher Gebiete und regelmässige Besuche im Tierpark tragen dazu bei, dass der Jagdtrieb in Grenzen gehalten werden kann. Auch haben sich unsere Vizslas gut an andere Haustiere gewöhnen lassen, wenn sie es vom Welpenalter an gewöhnt waren. Es wird jedoch aller Wahrscheinlichkeit einige Mühe kosten, einen jagdlich geführten Vizsla, der nicht als Welpe daran gewöhnt wurde, zu einem Katzenfreund zu machen.





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    Der Magyar Vizsla als Familienhund

    Wie bereits erwähnt, haben sich unsere Hunde immer voll in die Familie integriert und wollten nicht ausgeschlossen werden. Was Kinder angeht, so waren die Charaktäre der Hunde stets (wohl in Abhängigket der Erfahrungen mit Kindern) unterschiedlich. So wollte meine alte Hündin Alice, die in ihrem Leben wenig Erfahrung mit Kindern gemacht hatte grundsätzlich lieber ihre Ruhe und hat sich auf ihren Platz verzogen, wenn zu kleine oder stark lärmende Kinder im Anmarsch waren. Uj Hubertus Abrand (Aimée) hingegen, die vom Welpenalter mit den kleinen Kindern meiner Schwester im Kontakt war, liebt Kinder über alles und scheint sich richtig über die Unermüdlichkeit mit der die Kinder spielen, zu freuen. Neulich waren wir mit ihr auf einer Radtour, als plötzlich ein etwa 5-jähriges, behindertes Mädchen zu ihr herantrat, sine Hände um den Hals des Hundes legte und Aimée regelrecht an sich quetschte. Entgegen meiner Erwartung hat der Hund wedelnd das Gesicht des Mädchens geleckt und ist bei ihr stehen geblieben. Meines Erachtens hängt dies stark damit zusammen, wie der Hund aufgewachsen ist. Hat man Kinder, so sollte man in jedem Fall immer darauf achten, dass diese den Hund nicht drangsalieren.

    Viele Vizslas scheinen auch in den unterschiedlichen Lebensabschnitten unterschiedliche Vorlieben zu haben. So wollte meine Hündin Alice als Welpe und Junghund am liebsten jedem meiner Treffen mit Freunden beiwohnen und am liebsten immer "mittendrin" sein. Später war es für sie das absolut Grösste, wenn mein Vater die Flinte nahm und es zur Jagd ging. Als sie jedoch ins Alter kam, blieb sie am liebsten bei meiner Mutter zu Hause und schnorrte sich in der Küche ihre Leckereien.

    Hierzu ist vor allem zu sagen, dass es gut tut, die Figur des Vizslas im Auge zu behalten. Als Junghund rennt er gerne, ist oft in Bewegung und erscheint schon fast "dürr", trotz der Tatsache, dass er häufig große Mengen vertilgt. Man tut daher gut daran, sich nicht daran zu gewöhnen, den Hund ständig zu überfüttern. Im Alter wird der Vizsla nämlich häufig bequem, bewegt sich viel weniger und wird schnell dick.

    Den Magyar Vizsla als reinen Familienhund zu halten, ohne für seine jagdlichen Anlagen und den hohen Bewegungsdrang ausgleich zu schaffen, können wir nicht empfehlen. Hier haben wir die Erfahrung gemacht, dass es doch ein erheblicher Mehraufwand ist, den Hund auszulasten und ihn mit Kofarbeit zu beschäftigen, als bei Nicht-Jagdhunden. Häufig holen sich die Hunde dann, was sie brauchen (wildern beim Gassi-Gehen), sind hyperaktiv oder stumpfen ab. Für solche Jagdgebrauchshunde, die noch im eigentlichen Sinne gezüchtet werden, gilt dieser Satz von Trumler umso mehr:"Ein Hund, der keine Möglichkeit zum Lernen erhält und seine angeborenen Fühigkeiten auszuleben, der stumpft ab, verkümmert seelisch und ist ein bedauernswertes Geschöpf." Eberhard Trumler 1987.

    Man sollte sich daher gut überlegen, ob man den Mehraufwand gegenüber einem "normalen" Haushund betreiben kann und will und dem Hund ein annähernd artgerechtes Leben bieten kann, bevor man einen solchen Hund "der Optik wegen" anschafft.

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    Der Magyar Vizsla als Rettungshund

    Grundsätzlich eignet sich jeder Hund, egl ob nun Rasse- oder Mischlingshund, zur Ausbildung. Die Eigenschaften und körperlichen Voraussetzungen des Vizsla entsprechen jedoch den Eigenschaften, die man sich von einem Rettungshund wünscht: Mittlere Größe (50 - 60 cm), ausgeprägter Such- und Stöbertrieb, wenig Empfindlichkeit gegenüber lauten Geräuschen (siehe Schußfestigkeit bei der Jagdausbildung), keine Aggression gegenüber Artgenosen und Menschen, ausgeprägter Lernwille und eine sehr gute Nase sind nur einige davon. Mit der Ausbildung des Hundes sollte auch hier früh angefangen werden (Welpe, Junghund). Sie ist sehr arbeitsintensiv für Hund und Führer und dauert 2 - 3 Jahre. Bevor ein Rettungsteam aus Mensch und Hund zum Einsatz kommt, muss zuerst erfolgreich eine Prüfung abgeschlossen werden.
    Beispielsweise bei der Suche von Personen, muss der Hund ausdauernd weite Gebiete absuchen, wobei es darauf ankommt, dass er sich nicht durch Umgebungseinflüsse wie Wild ablenken lässt. Er muss zuverlässig Körper- und Rufzeichen folgen (die Hunde suchen frei von Halsung und Leine) und - sobald er die Person gefunden hat - durch Bellen darauf aufmerksam machen (siehe "Todverbellen" bei der Jagd). Der Hund muss bei der Person bleiben, bis sein menschlicher Teamkollege vor Ort ist. Bei der Suche im Wasser muss ein Rettungshund vom Boot aus die Witterung über der Oberfläche aufnehmen. Der Vizsla arbeitet durch seinen angeborenen Such- und Finderwillen und Dank seiner hervorragenden Nase, enorm schnell und sucht dabei große Flächen ab. Er gerät selbst bei hohen Temperaturen nicht so schnell außer Atem und liegt hier wortwörtlich eingen Hunden um Nasenlängen voraus.





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    Der Magyar Vizsla als Reitbegleithund

    Der Magyar Vizsla bringt ebenfalls gute Eigenschaften für die Ausbildung zum Reitbegleitund mit. Auch hierzu muss eine guter Grundgehorsam vorliegen, was bedeutet, dass der Hund neben ausgezeichneter Leinenführigkeit zuverlässig auf die Kommandos Sitz, Platz, Bleib und Fuss gehorchen muss. Er muss an der lockeren Leine an der rechten und an der linken Seite mitlaufen und auf Kommando die Seite wechseln. Die anfängliche Reitzeit darf nur langsam gesteigert werden. Man muss hierbei bedanken, dass eine Stunde Reitzeit im Schritt etwa einem zweistündigen Spaziergang entspricht! Mitlaufen bei Ausritten ist eine tolle Möglichkeit, dem ausgeprägten Bewegungsdrang des Magyar Vizsla gerecht zu werden. Guter Gehorsam ist für einen Reitbegleithund Grundvoraussetzung. Der Hund sollte sich in wirklich jeder Situation zurückrufen lassent, auch wenn z.B. flüchtendes Wild den Weg kreuzt oder andere Hunde entgegenkommen. Weitere Kommandos müssen sorgsam eintrainiert werden (z.B. Stop an einer Straße, enges Laufen neben dem Pferd, Herankommen zum An- oder Ableinen, Sitz, Platz), so dass sie vom Pferd aus zuverlässig befolgt werden. Des weiteren ist eine gute Sozialisierung des Hundes hier "Gold" wert, da man oftmals auf Spaziergänger, Jogger, fremde Hunde, andere Reiter trifft. Auch freilaufende Hühner und Schafe dürfen den zuverlässigen Reitbegleithund nicht aus der Fassung bringen.



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    Der Magyar Vizsla als Mantrailer

    Wörtlich übersetzt bedeutete Mantrailing "Mensch auf der Spur folgen" (engl.: man=Mensch, trail=Spur).
    Die Ausbildung dauert ca. 1½ bis 2 Jahre, wobei grundsätzlich jeder Hund, welcher über einen ausgeprägten Suchtrieb verfügt, eingesetzt werden kann. Der Hund verfügt über einen extrem feinen Geruchssinn. Diese angeborene Fähigkeit kann mittels Training für bestimmte Gerüche geschult werden, wobei beim Mantrailing ausschliesslich mit dem Geruch von Menschen gearbeitet wird. Jeder Mensch hat seinen eigenen, individuellen Geruch. Dieser haftet zum einen an der Person selbst und an seiner Kleidung, zum anderen aber auch dort, wo die Person sich befunden hat. Diese Tatsache macht den Mantrailer so wertvoll bei der Vermisstensuche. Zur Aufnahme einer Spur wird ein Gegenstand der zu suchenden Person, ein sog. Identifikationsgegenstand, benötigt. Hierfür eignen sich Kleidungsstücke, Schmuck, Kissen-/Deckenbezüge, Schlüsselbund, kontaminierte Taschentücher etc. Äusserst wichtig dabei ist, dass der Hund einen eindeutig zu identifizierenden Geruch der zu suchenden Person wahrnehmen kann, damit er unter den unzähligen anderen Fremdgerüchen diesen einen herausfiltern kann. Wie lange eine menschliche Spur erhalten bleibt, hängt u.a. von der Witterung (Wind, Temperatur, Feuchtigkeit, Sonneneinstrahlung etc.) ab. Einsatzfähige Mantrailer-Hunde können unter günstigen Voraussetzungen auch mehrere Tage alte Spuren verfolgen. Die Beschaffenheit des Geländes (Wiese, Feld, Wald, Asphalt etc.) spielt dabei nur bedingt eine Rolle.


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