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Unter unserem neuen Zwingernamen "Vom Bollerrain" (MCVS) wurde unser Wurf vom 24.09.2008 geboren. Als Deckrüden haben wir Vadoca Krasse gewählt. Wir planen den nächsten Wurf im Januar 2010.





Wir planen, unseren Wurf sehr früh mit unterschiedlichen Umwelteinflüssen vertraut zu machen. Die Welpen haben von Anfang an, ein Radio in ihrer Unterkunft stehen. Hierdurch sollen sie sich von Anfang an an unterschiedliche Umweltgeräusche gewöhnen, so dass eine übermässige Schreckhaftigkeit des Hundes vermieden werden kann. In der Unterkunft und dem Freilauf im Garten werden die unterschiedlichsten "Hindernisse" aufgebaut und in regelmässigen Abständen umgestellt, so dass die Kleinen neugierig ihre Welt erkunden können. Dies tun wir nicht in der Absicht, keine Langeweile im Wurf aufkommen zu lassen, sondern, weil erwiesen ist, dass auf diese Weise die Ausbildung des Gehirnes und der Intelligenz des Hundes gefördert wird. Früh planen wir unsere Welpen mit unterschiedlichen Menschen und Kindern vertraut zu machen.
Um die Welpen an ihr neues zu Hause zu gewöhnen erhalten die neuen Besitzer von uns einen Lappen mit dem Geruch der Mutter, etwas vom gewohnten Futter und eine eingehende Einweisung was den Umgang mit dem Welpen in der nächsten Zeit betrifft.
Auch Jahre später stehen wir den Haltern gerne als Ansprechpartner zur Verfügung.
Als Beitrag zur Sozialisierung können wir den Haltern den Besuch einer Welpenschule und die Teilnahme an solchen Tagen nur sehr as Herz legen. Allgemein wirkt es sich sehr positiv auf das Verhalten des Welpen aus, den Kontakt mit (gut erzogenen) Hunden, Menschen und unterschiedlichsten Alltagssituationen (von der Teilnahme am Strassenverkehr bis zum Fahrstuhlfahren) zu fördern. Was der Hund als Welpe kennengelernt hat, fürchtet er (wenn er keine negative Erfahrung damit gemacht hat) auch im späteren Leben nicht. Die Teilnahme an unterschiedlichen Kursen in einer Hundeschule bringt nicht nur Hund und Halter freudige Abwechslung, sondern beugt auch Erziehungsfehlern vor und hilft, den intelligenten Vizsla zu fördern. Sie werden schnell feststellen, wie schnell der Hund lernt und welche Freude er an Freizeitkursen wie Fährtenhundetraining, Agility, Frisbee oder Flyball hat.
Mit einem Vizsla können wir dem Halter allerlei Aktivitäten wie Jagen, Rettungshundeausbildung oder die o. g. Kurse zu besuchen, nur wärmstens empfehlen. Diese Hunde wollen lernen und auch geistig gefordert werden. Faul auf einem Hof herumzuliegen und auf die nächste Mahlzeit zu warten, wird diesen Hund (und wahrscheinlich auch die meisten anderen Hunde) verkümmern lassen. Meines Erachtens eignen sich für eine Schutzhundeausbildung wohl andere Rassen besser.
Beim Welpen und Junghund müssen Sie darauf achten, dass er sich nicht überfordert. Grundsätzlich kann man als Faustregel für den Auslauf die folgende Tabelle zu Grunde legen:
Je grösser der ausgewachsene Hund wird, desto eher müssen diese Zeiten sogar noch gekürzt werden!
| 3. bis 4. Monat | 3 - 4 mal täglich jeweils ca. 15 Minuten |
| 5. bis 7. Monat | 3 - 4 mal täglich jeweils ca. 20 - 30 Minuten |
| 8. bis 9. Monat | 2 - 3 mal täglich jeweils ca. 30 - 45 Minuten |
| bis 12. Monat | langsam steigern bis 60 Minuten |
| ab 12. Monat | langsame Steigerung und vermehrtes Konditionstraining |
Vor Vollendung des 12. Monats sollte der Hund nicht am Fahrrad laufen, wobei es am wichtigsten ist, dass der Hund nicht unter Zug am Hals läuft. Den Hund langsam auf dem Feld ohne Leine neben dem Farhrrad laufen lassen kann man evtl. schon früher. Man sollte dabei jedoch immer nur ganz kurze Strecken fahren, so dass der Hund stehenbleiben kann, wann er will und Zeit zum schnuppern hat.
Da der Magyar Vizsla im jungen Alter oftmals schon viel mehr anbietet, als die o. g. Zeiten, ist es sinnvoll, die Hunde mit Spielen (wie "Leckerchen suchen" usw.) auszulasten. Die Kopfarbeit fordert den Hund oftmals viel mehr, als übermäßes Laufen. Bei häufigem langen Laufen neben dem Rad beispielsweise, baut der Hund immer mehr Kondition auf und benötigt immer mehr Auslauf.
Eine zu lange Fährte beispielsweise kann bei einem zu jungen Hund sogar Fieber (vor Anstrengung) auslösen. Empfehlenswert ist daher eine ausgewogene Mischung aus Bewegung und Kopfarbeit.
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Ist der Hund Wund wirkt die gute alte Penatencreme oft Wunder!
Vor allem ist bei der Ernährung des Vizsla darauf zu achten, diesen nicht ständig zu überfüttern. Aufgrund seiner quirligen Art neigt der junge Vizsla oft dazu, sehr schlacksig zu bleiben, obwohl er ausreichend frisst. Ständige Überfütterung und viele Leckerchen zwischendurch fördern das Übergewicht des Magyar Vizsla, vor allem, wenn er älter wird und sich nicht mehr so viel bewegt. Hinzu kommt, dass es zu einer Überversorgung des jungen Hundes im Wachstum kommen kann, die häufig zu spät bemerkt wird, da der Welpe ja selten dick wird. Sollte beim Hund ein zu schnelles Wachstum bemerkt werden, muss man die Futtermenge eher noch reduzieren, um späteren Lahmheiten und Skeletterkrankungen vorzubeugen.
Die Wachstumsgeschwindigkeit des Hundes wird durch die Versorgung mit Kalorien beeinflusst, sie wachsen von der Energie nicht von einer etwaigen Überversorgung an Protein!
Trotz der zahlreichen (oftmals stark überteuerten) Futter aus dem In- und Ausland, die man heute in Tierhandlungen erhält, ist zu beachten, dass bei weitem nicht jedes teure Futter ein gutes Futter ist. Oft bezahlt man Unsummen für Futter, die zu einem großen Anteil aus Maismehl, Sojamehl oder ähnlichem bestehen und schlecht vom Hund verwertet werden. Der Hund benötigt, vor allen in der Wachstumsphase, tierisches Eiweiß und Fett, damit sich das Gehirn des Hundes richtig ausbilden kann.
In jedem Falle lohnt es sich, sich hinsichtlich der Zusammensetzung des Futters eingehend zu informieren und beraten zu lassen.
Wir persönlich haben gute Erfahrungen mit der Beimischung von OLEWO-Karotten zum Futter gemacht. Diese fördern die Pigmentierung und somit die einzigartige Färbung des Vizsla und wirken sich positiv auf die Verdauung aus.
Gute Zutaten lassen viele teure Futter nur erahnen.
In naher Zukunft wollen wir uns noch weiter mit dem Thema "BARF" auseinandersetzen und werden zu gegebener Zeit berichten. Zwei Beispiele für ausgewogene Eigenmischungen finden Sie weiter unten auf dieser Seite.
Wir halten es auf jeden Fall für sinnvoll, wenn der Halter, unter Berücksichtigung der individuellen Bedürfnisse seines eigenen Hundes (nach eingehender Information bzw. Beratung von Tierarzt, Züchter, etc.) selbst entscheidet, welches Futter seinem Hund am besten bekommt. Hierbei sollte man vor allem darauf achten, wie häfig der Hund Stuhlgang hat, ob er beispielsweise Blähungen oder Mundgeruch hat, ob das Fell glänzt oder der Hund mager oder dick wirkt. Es gilt: Was sich für den einen Hund als beste Lösung erwiesen hat, muss nicht für jeden Hund das Passende sein!
Auch bei Leckerchen sollte man je nach Beschaffenheit der Leckerchen auf die Menge achten, so ist beispielsweise Trockenfisch eine reine Proteinbombe und wir vermeiden es, mehr als 1 - 2 kleine Fische (z. B. Sellinge) am Tag zu füttern.
Häufigste Folge von Ernährungsfehlern ist das Übergewicht, resultierend aus Überversorgung mit Energie und mangelnder Bewegung! Die Folgen hiervon:
| In 100 g | Trockenfutter | Feuchtfutter |
| Kalzium g | 0.8-1.2 | 0.3-0.4 |
| Phosphor g | 0.6-1 | 0.2-0.4 |
| Natrium g | 0.2-0.3 | 0.06-0.1 |
| Kalium g | 0.2-0.3 | 0.06-0.07 |
| Zink mg | 9-10 | 3 |
| Selen µg | 11 | 3-4 |
| Jod µg | 50-60 | 13-15 |
| Vit.A IE | 500-600 | 160-200 |
| Vit.D IE | 40-50 | 13-15 |
| Vit.E mg | 4-5 | 1 |
| Vit.B1 mg | 0.13-0.14 | 0.04 |
| Lebensmonat | 3.-4. | 5.-6. | 7.-12. |
| ums.Energie MJ | 0.6-0.7 | 0.4-0.6 | 0.3-0.4 |
| verd. Rohprotein g | 6-8 | 4-6 | 3-4 |
| Kalzium mg | 355-520 | 240-305 | 130-145 |
| Phosphor mg | 170-345 | 130-160 | 85-90 |
| Körpermasse des ausgewachsenen Tieres | 2. Monat | 4. Monat | 5.-6. Monat | Ende 6. Monat | Ende 12. Monat |
| 5 kg | 24 | 52 | 70 | 80 | 100 |
| 10 kg | 19 | 48 | 65 | 75 | 95 |
| 20 kg | 16 | 45 | 61 | 70 | 95 |
| 35 kg | 13 | 41 | 57 | 65 | 88 |
| 60 kg | 11 | 34 | 50 | 60 | 80 |
Wer auf Eigenmischung nicht verzichten will, findet hier 2 Beispiele (Tierklinik Rahlstedt) für eine ausgewogene Mischung:
Das Fell ist relativ pflegeleicht. Meist ist es auch bei stärkeren Verschmutzungen damit getan,
wenn man den Hund mit einem Handtuch abrubbelt. Eventuell muss man den "Bauchraum" auch mal abduschen, aber
häufiges Waschen des Hundes ist nicht erforderlich.
Sieht das Fell nicht entsprechend glänzend aus, sollte man die Ernährung überprüfen!
Beim Magyar Vizsla raten wir, mindestens einmal pro Woche in die Ohren zu sehen und diese bei Verschutzungen
mit einem entsprechenden Ohrreiniger (Homöopathisch oder vom Tierarzt) zu reinigen. So kann man vermeiden, dass eventuell ein "Paradies"
für Milben oder ähnliche Parasiten entsteht, mit denen man häufig zu kämpfen hat, bis der Hund sie wieder
los ist.
Alle Welpen werden bereits im Mutterleib mit Würmern infiziert. Ein verantwortungsvoller Züchter wird Ihren Welpen ab derm Alter von 14 Tagen alle 2 Wochen entwurmen (bis zur 8. - 10. Woche, wo die Welpen abgegeben werden). 2 Wochen nach der Übernahme des Welpen sollten sie ihn nochmals gegen Spul- und Hakenwürmer entwurmen. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Tierarzt beraten. Da die Entwurmung nicht vorbeugend wirkt, sollten Sie diese bei Ihrem Hund 3 - 4 x jährlich wiederholen! Zudem besteht die Möglichkeit, den Stuhl des Hundes regelmäßig untersuchen zu lassen und bei Befall die Tiere zu behandeln.